Erstellt am 03. August 2015, 09:23

von Daniela Führer

Polizei stellte „Benzin-Bettler“. Mann hielt Autolenkerin an und bat sie um Geld. Er gab an, beraubt worden zu sein. Sie alarmierte die Polizei.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Vergangene Woche wurde eine 60-jährige Ennsdorferin in der Westbahnstraße nahe der Volksbank von einem unbekannten Mann angehalten. Er beteuerte, dass er mit seiner Familie nach Hannover unterwegs sei.

Ihm wären aber alle Papiere und Bargeld gestohlen worden. Er bat daher die 60-Jährige um Geld, um sein Auto betanken zu können.

Frau wurde misstrauisch und informierte Polizei

Die Fahrzeuglenkerin erklärte ihm jedoch, dass sie kein Geld bei sich habe. Daraufhin schlug der Mann vor, sie könne doch vom nächsten Bankomat Geld holen, er würde ihr dieses sicher in einigen Tagen auf ihr Konto zurück überweisen.

Das kam der Frau allerdings sehr seltsam vor. Sie hob kein Geld ab, fuhr davon und informierte die Polizei.

Die Beamten der Dienstposten Enns und St. Valentin fahndeten umgehend nach dem Mann. Und sie wurden fündig.

Ein 30- und ein 35-jähriger Rumäne waren als sogenannte „Benzin-Bettler“ in einem schwarzen Ford Focus unterwegs. Sie wurden von den Beamten überprüft. Verbindungen zu protokollierten Straftaten konnten die Polizisten jedoch bei keinem feststellen.

Warnung: „Betteln meist ein Vorwand für anderes“

Vor gut drei Wochen, am 11. und am 12. Juli, jeweils gegen Mittag, wurden ebensolche Vorfälle schon auf der B121 im Bereich Bruckbach sowie auf der B121 im Bereich Fischerei Rabenhaupt angezeigt.

Einer der beiden „Benzin-Bettler“ aus Ennsdorf wurde bereits am 12. Juli durch Beamte der Polizei Waidhofen/Ybbs aufgrund gleicher Vorgehensweise kontrolliert.

„Diese Vorfälle von ‚Benzin betteln‘ waren heuer die ersten im Bezirk“, weiß Kriminalreferent des Bezirkspolizeikommandos Amstetten, Chefinspektor Ferdinand Humpl. Er mahnt zur Vorsicht: „Das ‚Benzin betteln‘ ist meist ein Vorwand für anderes, für Gelegenheitsdiebstähle etwa.“