Erstellt am 17. Juni 2015, 06:06

von Daniela Führer

Stoßbudl zu neuem Leben erweckt. Der Stoßbudl-Verein in Euratsfeld feierte mit seinem ersten Turnier einen großen Erfolg. 128 Teilnehmer versuchten sich an dem alten, vergessenen Spiel Stoßbudl.

Die Sieger und die Drittplatzierten beim Turnier (v.l.): Georg Peböck, Karin Peham, Rudi Hartmann, Franz Dorner, Roswitha Hartmann und Schiedsrichterin Carina Peham.  |  NOEN, privat

Es soll an die 200 Jahre alt sein. Wie alt genau, das weiß man heute nicht mehr. Kaum einer kennt es. Nur die ältere Generation hat überhaupt schon etwas davon gehört. Nun hat es sich – dem Engagement von Wolfgang Mader, Karl Gruber, Helmut Riedl und Andreas Nenning zum Dank – erstmals in und um Euratsfeld einen Namen gemacht: Die Rede ist von dem alten Spiel Stoßbudl.

Erstes Turnier mit 32 Mannschaften

„Wir kamen durch Zufall über meinen Arbeitskollegen dazu“, erklärt Wolfgang Mader, Obmann des im November 2014 neu gegründeten Euratsfelder Stoßbudl-Vereins. „In Perwarth und Oberndorf wird es schon jahrelang gespielt. Wir waren schon bei ein paar Turnieren dabei und dann meinten sie dort, wir sollten doch auch einen Verein gründen.“ Gesagt, getan. Mittlerweile zählt der Euratsfelder Verein auch schon 27 Mitglieder.

Am vorletzten Samstag fand das erste Turnier mit 32 Mannschaften á vier Personen im Veranstaltungssaal Öllinger statt. 128 Teilnehmer – der älteste war 70 Jahre – versuchten sich an der Stoßbudl, einer Art Flipper aus Holz. Ziel des Spieles ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. „Im Prinzip ist es reines Glück. Man braucht nur ein bisschen Gefühl, wenn man die Kugel mit einem Stock ins Spiel stößt“, erklärt Obmann-Stellvertreter Karl Gruber.

Lucia Gstettenhofer ist Stoßbudl-Königin

Als Sieger ging eines der beiden Teams der Tischlerei Dorner hervor. Zur Stoßbudl-Königin mit den meisten Punkten in der Einzelwertung kürte sich Lucia Gstettenhofer. Ihr Ziel, das alte Spiel Stoßbudl zu neuem Leben zu erwecken, haben die Euratsfelder auf jeden Fall geschafft, und eins ist schon fix: Nächstes Jahr wird es wieder ein Turnier geben.