Erstellt am 26. Januar 2016, 01:33

von Walter Fahrnberger

Fataler Fehler: Tödlicher Unfall im Hartsteinwerk Loja. 27-jähriger Arbeiter betrat nach einer Sprengung zu früh den Gefahrenbereich. Er wurde von einem Stein am Kopf getroffen.

Am vergangenen Freitag, kurz nach Mittag, ereignete sich im Steinbruch des Hartsteinwerks Loja der tödliche Unfall. Foto: Fahrnberger  |  NOEN, Fahrnberger
Zu einem tragischen Unfall kam es am Freitag kurz nach Mittag im Hartsteinwerk Loja. Zirka 15 Minuten nach einer Sprengung im Steinbruch war der 27-jährige Muldenfahrer Robert Arnold aus seinem Fahrzeug gestiegen, um sich den mit Steinen versperrten Weg freizumachen.

Ein fataler Fehler des Blindenmarkters, der seit Kurzem in Persenbeug wohnte. Denn ausgerechnet in diesem Moment löste sich ein zirka 30 kg schwerer Stein aus der Felswand und traf den Arbeiter am Kopf. Der Mann war auf der Stelle tot.

„Der Bereich war gerade in Beschau und noch nicht freigegeben“, erklärt Werksleiter Franz Weiterer. Zudem war es eine Verkettung unglücklicher Umstände. „Das gesamte Gelände ist drei Hektar groß, doch der Stein traf den Arbeiter wie ein gezielter Kugelschuss genau auf den Kopf“, berichtet Weiterer.

Der Verunglückte wurde von den Wehren Persenbeug und Gottsdorf geborgen. Angehörige und Kollegen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Robert Arnold war als Leasingarbeiter erst seit dem Vorjahr bei der Loja. Er hatte dort die Tätigkeiten von Andreas Pöcksteiner übernommen, der im Mai 2015 ebenfalls bei einem Arbeitsunfall in der Loja ums Leben gekommen war.

Pöcksteiner war offenbar aufgrund eines Herzversagens mit seinem Unimog gegen den Stahlträger eines Förderbandes gekracht, das daraufhin auf den Kleinlaster stürzte und den Fahrer erdrückte.

Arnold hätte am Montag seinen 28. Geburtstag gefeiert. Nun muss er einen Tag später, am 26. Jänner, in Blindenmarkt zu Grabe getragen werden.

NÖN.at hatte bereits kurz berichtet: