Erstellt am 22. Dezember 2015, 04:43

von Wolfgang Kapf

Flüchtlinge sind in Waldheim angekommen. 57 Asylwerber sind derzeit im Containerdorf Waldheim untergebracht, fast durchwegs Familien mit insgesamt 22 Kindern.

Das Containerdorf in Waldheim hat bereits seinen eigenen Weihnachtsbaum, der von einigen Flüchtlingen geschmückt wurde: Darüber freuen sich auch Containerdorf-Leiterin Kitti Kiss und Quartierbetreuer Matthias Wimmer. Foto: Kapf  |  NOEN, Wolfgang Kapf

Das sogenannte „Containerdorf Waldheim“ wurde plangemäß – nach Fertigstellung der erforderlichen infrastrukturellen Arbeiten – am 10. Dezember bezogen.

„Zurzeit wohnen hier 57 Personen. Im Konkreten sind es vier Einzelpersonen sowie neun Familien mit insgesamt 22 Kindern“, berichtet Kitti Kiss, die neben dem „Containerdorf Mauer“ jetzt auch jenes in Waldheim als Leiterin im Auftrag der Firma SLC Europe führt.

Küchen-Container mit Herden und Waschmaschinen

In Waldheim wird Kiss bei ihrer Arbeit vom Quartiersbetreuer Matthias Wimmer unterstützt. Die Zuordnung nach Herkunftsländern für die 57 Flüchtlinge schaut so aus: eine Person aus dem Kosovo, vier aus Usbekistan, sieben aus dem Irak sowie zwölf aus Syrien und 33 Personen aus Afghanistan.

Neben 20 Wohncontainern gibt es in Waldheim noch einen Küchen-Container mit fünf Herden und fünf Waschmaschinen, drei Sanitär-Container mit je zwei Duschen und zwei WCs sowie einen Büro-Container.

„Die Einwohner wurden zu uns von Quartieren aus dem Helenental, aus Schwarzenberg und einigen anderen Orten gebracht. Sie sind alle sehr selbstständig, die meisten sprechen neben Englisch bereits etwas Deutsch“, erzählt Containerdorf-Leiterin Kitti Kiss.

Vizebürgermeisterin brachte Weihnachtsschmuck vorbei

Der Quartierbetreuer Matthias Wimmer hat Ende der vorletzten Woche für den 24. Dezember einen Weihnachtsbaum für „sein“ Containerdorf gekauft.

„Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig brachte Weihnachtsschmuck für diesen Baum vorbei und über das Wochenende haben sodann einige Flüchtlinge den Baum damit geschmückt. Das war für uns eine große Überraschung“, so Wimmer.

Und dann kam die zweite Überraschung für den Betreuer: „Die meisten wollen – auch wenn sie Moslems sind – das Weihnachtsfest am kommenden Donnerstag mit uns feiern. Sie meinen, wenn das bei uns so üblich ist, dann wollen sie das auch tun!“, freut sich Quartierbetreuer Wimmer über dieses besondere Zeichen von Integrationswilligkeit.