Erstellt am 12. März 2016, 17:20

von APA Red

FPÖ-Wahlkampfauftakt: Otzelberger für mehr Polizeipräsenz. Die FPÖ hat am Samstag in der St. Pöltner Fußgängerzone ihren Wahlkampfauftakt für die Gemeinderatswahl am 17. April begangen.

Wahlkampf-Auftakt 2016. Walter Rosenkranz, Klaus Otzelberger, Harald Vilimsky, Julia Kupka und Martin Antauer (am Foto v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Mayer  |  NOEN, Ing. Wolfgang Mayer
Spitzenkandidat Klaus Otzelberger forderte in seiner Rede mehr Polizisten für die Landeshauptstadt und mehr Polizeipräsenz am Bahnhof. Unterstützung kam von EU-Abgeordneten Harald Vilimsky und Landesparteiobmann Abg. Walter Rosenkranz.

Aktivisten demonstrierten zu Beginn der Rede

"Unsere Herzen sind weit offen, unsere Grenzen leider auch", verwies Otzelberger darauf, dass "der Flüchtlingsansturm erst am Anfang" sei. "Wir schaffen das nicht", sprach er sich gegen weitere Flüchtlinge in St. Pölten aus.

Kritik übte er beim Wahlkampfauftakt mit Freibier und Gratiswürstel erneut an "Millionen-Spekulationsverlusten" durch ein Swap-Geschäft der Stadt mit der Raiffeisen-Landesbank NÖ-Wien - der Rechtsstreit darüber soll nun mit einem Vergleich beigelegt werden. Der FPÖ-Spitzenkandidat forderte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) zum sofortigen Rücktritt auf.

Zu Beginn von Otzelbergers Rede demonstrierten Aktivisten mit einem Pfeifkonzert und einem Plakat. "Hetze trifft niemals den richtigen Ton" war auf dem Transparent zu lesen.

Die FPÖ will bei der diesjährigen Gemeinderatswahl das "historische beste Ergebnis" erreichen - der Spitzenwert der Freiheitlichen stammt aus 1997 mit 12,7 Prozent, beim letzten Votum 2011 kamen die Freiheitlichen auf 10,71 Prozent und damit vier Mandate.

„Otzelberger nicht mal  ein ,blauer Fruchtzwerg‘“

St. Pöltens Stadtrat und SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer in seiner Reaktion auf den blauen Wahlkampfauftakt: „Was die St. Pöltner Stadtpolitik betrifft, ist Gemeinderat Klaus Otzelberger nicht mal  ein ,blauer Fruchtzwerg‘ - er hat noch nichts gearbeitet, nichts zusammengebracht, und ist ohnehin die meiste Zeit nur in Wien unterwegs.“

Jetzt, wenige Wochen vor der Wahl, laufe er hyperaktiv durch das Stadtgebiet und zetere mit seinen aus Wien eingelernten Hetzparolen. „Während Matthias Stadler die Entwicklung St. Pöltens erfolgreich und umsichtig lenkt, zeigt es sich aktuell wohin es führt, wenn die FPÖ in Verantwortung kommt - sie führt ein ganzes Bundesland an den Rand des Konkurses und andere müssen es jetzt wieder richten.“

Im Übrigen hoffe er, dass Otzelberger „die übrig gebliebenen Würstel von seinem sehr dünn besuchten Wahlkampfauftakt“ wenigstens karitativen Zwecken gespendet habe.