Erstellt am 11. Mai 2015, 09:45

von Christian Eplinger

Gegen Leitschiene: 29-jähriger Biker starb bei Unfall. Motorradfahrer aus Ulmerfeld kam am Samstagvormittag am Grubberg ums Leben.

Am Sonntag erinnerten nur mehr die Polizeimarkierungen auf der Fahrbahn sowie ein Grablicht und ein Schutzengel bei der Leitschiene an den tödlichen Unfall vom Vortag. Foto: Seidl  |  NOEN, Seidl
Erst in der vorwöchigen NÖN-Ausgabe schilderte Josef Sauprügl von der Polizeiinspektion Gaming, dass die Unfallzahlen und vor allem die schweren Motorradunfälle am Grubberg seit der Einführung der 70 km/h-Beschränkung deutlich zurückgegangen sind. Am Samstag sollte sich das mit einem Schlag wieder ändern.

Bitumenstreifen als Unfall-Ursache

Kurz vor 10 Uhr kam ein 29-jähriger Motorradfahrer aus Ulmerfeld-Hausmening mit seinem Motorrad von Gaming kommend im Bereich der 70 km/h-Beschränkung rund 300 Meter vor Beginn der sogenannten „Franzosenkurve“ zu Sturz und prallte gegen die Leitschiene. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

„Die Ursache des Unfalls dürfte aber nicht überhöhte Geschwindigkeit sein“, schildert Bezirkspolizeikommandant Gerhard Traxler gegenüber der NÖN. Vielmehr ergaben die Ermittlungen, dass der Motorradfahrer vermutlich auf den Bitumenstreifen gekommen ist.

„Bei Hitze reagiert diese relativ weiche Masse wie Glatteis und wenn man dann erschrickt und nicht sofort richtig reagiert, kann solch ein Unfall tragisch enden“, weiß Traxler.