Erstellt am 16. Februar 2016, 03:24

von NÖN Redaktion

Gefängnis für zwei Drogendealer. Duo schmuggelte Suchtmittel aus Tschechien. Richter: „Sie haben ganz Amstetten unsicher gemacht.“

 |  NOEN, Radspunk/Wikipedia

Sein Minus am Konto wollte ein 24-Jähriger aus Amstetten mit Suchtgifthandel ausgleichen. So schmuggelte er 340 Gramm Crystal Meth aus Tschechien über die Grenze.

„Man ist nicht müde, hat Kraft“

Nun macht ihm ein Schöffensenat am Landesgericht St. Pölten den Prozess. „Es ging los, nachdem ich mir 10.000 Euro Darlehen aufgenommen hatte, ich wollte mich damit in eine Firma einkaufen und ich hatte auch Schulden bei Inkassobüros“, sagt der Amstettner im Prozess.

Der Plan, das große Geld mit Dealen zu machen, ging aber nicht auf. „Ich habe viel davon selbst konsumiert. Ich war berauscht von der Droge“, erzählt der 24-Jährige. Wie diese gewirkt hat? „Man ist nicht müde, hat Kraft“, erklärt er.

Was von dem Suchtmittel übrig blieb, brachte der Angeklagte an den Mann oder tauschte es gegen Marihuana ein. „Sie haben ganz Amstetten unsicher gemacht“, wettert der vorsitzende Richter.

Der Schöffensenat verurteilt den 24-Jährigen zu drei Jahren Gefängnis. Ein mitangeklagter Amstettner (21), er schmuggelte 42 Gramm Crystal Meth, fasst 20 Monate unbedingt aus. Vorstrafen haben beide Angeklagte, ins Gefängnis müssen sie aber nicht. Erst soll geprüft werden, ob sie therapiefähig sind. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.