Erstellt am 02. November 2015, 08:18

von Wolfgang Zarl

"Gegen den Strom". Franz Sieder hat neue Predigten veröffentlicht. Er ist ein unbestechlicher Streiter für Menschen in Not.

 |  NOEN, zVg

Der Amstettner "Arbeiterpriester" und Betriebsseelsorger Franz Sieder präsentierte im Rathaussaal sein neues Buch „Gegen den Strom“. Darin sind die politischen Predigten und Reden des Geistlichen zusammengefasst.

„Franz Sieder ist ein authentischer, ehrlicher und wertvoller Kämpfer für Gerechtigkeit“, betonte Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig. Karl Ebner, langjähriger Begleiter in der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB), sagte bei der Buchvorstellung vor vielen Freunden des Geistlichen: „Er wollte Brücken bauen zwischen der Arbeiterschaft und der katholischen Kirche und Franz Sieder war ein wichtiger Wegbegleiter der KAB zur sozialkritischen Organisation.“

Politik für Schwächere

Sieder, Jahrgang 1938, fordert speziell von der Sozialdemokratie, wieder verstärkt Politik für Schwächere zu machen. Weiters wünscht er sich, dass Jugendliche „politisch alphabetisiert“ werden. Denn nur politisch denkende Menschen würden sich für eine menschlichere und gerechtere Welt einsetzen.

Der Priester gilt als unerschütterlich und unbestechlich in seinem Einsatz für Menschen in Not, Unterdrückte, Arbeiter/innen und Flüchtlinge – aber auch als streitbar. Legendär sind seine handgeschriebenen Plakate im Amstettner Bahnhof, wo er sich für Schwächere einsetzt und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Er setzt sich intensiv für die Integration von benachteiligten Familien und Flüchtlingen ein sowie für die Abschaffung aller Atomwaffen und für die Abrüstung der Rüstungsindustrie.

Sieders Mitgefühl gilt besonders den Arbeitslosen, den Akkord- und Fließbandarbeitern, den Menschen, die weniger verdienen und den Lehrlingen. Legendär ist auch sein Einsatz für den freien Sonntag.