Erstellt am 18. Februar 2016, 04:09

von Daniela Rittmannsberger

Gemeindeamt nun beim Ortschef zu Hause. Biberbacher Gemeindeamt übersiedelt während der Umbauarbeiten: Ab 22. Februar stehen der Gemeinde Räume der Firma Latschenberger als Ausweichquartier zur Verfügung.

Zurzeit wird das Ausweichquartier des Gemeindeamtes fertig eingeräumt. Am Bild (1. Reihe v.l.): die Gemeindebediensteten Barbara Gassner, Ingrid Gruber und Andrea Poxhofer, Bürgermeister Karl Latschenberger sowie (2. Reihe v.l.) Gemeinderat Fritz Hinterleitner, Amtsleiter Werner Wagner, Gemeinderat Gerald Hölzl, Gemeinderat Helmut Fellner, Gemeinderat Herbert Hörndler und Vizebürgermeister Max Soxberger. Foto: Rittmannsberger  |  NOEN, Rittmannsberger

Im März wird mit dem Umbau des Gemeindehauses begonnen, deshalb sind die Bediensteten eifrig damit beschäftigt, das Haus, das zuletzt vor 30 Jahren renoviert wurde, auszuräumen. In der Zeit des Umbaus, der bis Ende Juli dauern wird, wird das Gemeindeamt in frei stehende Büroräume der Firma Latschenberger übersiedeln – und somit quasi zum Bürgermeister nach Hause.

Gemeinderatssitzungen in Gasthäusern

„Vor ungefähr 70 Jahren war die Gemeinde auch beim Bürgermeister zu Hause. Das war damals gang und gäbe“, erzählt Bürgermeister Karl Latschenberger. Der Gemeinderat suchte zunächst nach leer stehenden Flächen im Ortskern. Da sich sowohl der Bauhof als auch der Pfarrhof als ungeeignet herausstellten, nahm man das Angebot Latschenbergers, den Parteienverkehr in dieser Zeit in seine Firma zu verlegen, dankend an.

„Wir sind sehr froh, dass wir eine bestehende Infrastruktur nützen können und daher keine zusätzlichen Kosten anfallen“, sagt Vizebürgermeister Max Soxberger.

Die Räume werden zurzeit entsprechend ausgerüstet. Am 18. und 19. Februar bleibt die Gemeinde geschlossen, da die EDV verlegt wird. Ab 22. Februar ist das Amt dann zu den gewohnten Zeiten im neuen Haus zugänglich, auch die Telefonnummer bleibt gleich. Die Gemeinderatssitzungen werden während der Sanierung in Gasthäusern abgehalten – auch das hatte früher Tradition.

Während der Sanierung stehen natürlich wöchentliche Baubesprechungen auf dem Programm, um nötige Feinheiten zu besprechen. Das Gemeindehaus wird um 15 Quadratmeter vergrößert sowie innen und außen renoviert. Der Uhrturm wird komplett entfernt und der Eingang verlegt. Pünktlich zum Dorffest anlässlich der 900-Jahr-Feier der Gemeinde soll das Haus in neuem Glanz erstrahlen.