Erstellt am 16. Dezember 2014, 00:01

Haarriss. Eine weihnachtliche Geschichte von Karl Hohenlohe.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Einmal durfte ich der Präsentation eines Buches beiwohnen, das die Kindheitserinnerungen von Prominenten in Niederösterreich zum Inhalt hatte. Ein wunderbares Werk, man kann dem Herausgeber (mir) nur neidlos herzlich dazu gratulieren. Frau Kristina Sprenger, bekannt als Kitzbüheler Kriminologin, moderierte die Veranstaltung und wollte von mir wissen, welche der Geschichten ich denn präferiere. Angesichts der vielen versammelten Autoren und der Sorge, mir bei einer Nichterwähnung einige Ohrenreiberln einzuhandeln, lenkte ich ab und erzählte die wahre Geschichte meiner Tochter und ihr ehemals traumatisches Verhältnis zu Niederösterreich.

Des besseren Verständnisses wegen möchte ich erwähnen, dass mein Kind Fanny, seinerzeit fünf, eine große Anhängerin des Christkindes war. Neben der Rolle als verlässlicher Geschenkelieferant waren es vor allem die langen goldenen Locken, das lustige Haar, das sie unauslöschlich mit dem Christkind assoziierte. So saß ich einst am 24. Dezember in der Früh, schlug eine Zeitung auf, in der man über prominente Christkinder berichtete. So auch über Erwin Pröll, den berühmten Landeshauptmann, der an einem 24. Dezember das Licht der Welt erblickt hatte und mit einem großen Foto abgebildet war.

„Schau, noch ein Christkind“, sagte ich zu meiner Tochter, die, wie gesagt, das Christkind liebte, weil es lange goldene Locken trug.  Ich gestehe, ohne über die Auswirkungen länger nachzudenken, zeigte ich meiner Tochter das Bild, sie erstarrte – keine Spur von lustigem Haar, und es hat Jahre gebraucht, bis sich ihr Verhältnis zu Niederösterreich wieder halbwegs harmonisierte.
 
Alle Geschichten des NÖN-Adventkalenders sind folgenden Büchern entnommen:

Hat das Christkind Hosen an?

x  |  NOEN, zVg/Verlag Anton Pustet Salzburg
Heitere Weihnachtsgeschichten für große Kinder.
21 Euro, 192 Seiten,
Verlag Anton Pustet Salzburg

 
Es gibt ihn doch, den kleinen Unterschied! Und er wurde auch schon hinlänglich und in allen nur erdenklichen
Facetten erforscht. So sind Frauen zum Beispiel eher Rechtshänderinnen und seltener farbenblind. Ihr Sehfeld ist größer als das der Männer. Männer sehen dafür schärfer. Frauen können einzelne Finger gezielter bewegen. Männer werfen und fangen besser, sind im Durchschnitt um zehn Prozent größer, um 20 Prozent schwerer und um 30 Prozent stärker als Frauen, besonders am Oberkörper ...

Eine ganz wesentliche Frage wurde freilich bislang noch nie gestellt: Wie unterscheiden sich Frauen und Männer in ihrer Auffassung vom Christkind?

Dieses letzte aller noch verbliebenen Weihnachtsgeheimnisse aufzudecken, ist die Mission des dritten Bandes der erfolgreichen Christkindanthologie. Nachdem sich in den Vorjahren Journalistinnen aus ganz Österreich himmlischen Lifestyle-Themen gewidmet haben und Fragen nachgegangen sind wie "Ist das Christkind wirklich blond?" oder "Lebt das Christkind hinterm Mond?", offenbaren uns nun Österreichische Top-Journalisten ihr ganz persönliches christkindliches Verständnis. Sie bescheren uns tief(sinnig)e Einblicke mit ihren Betrachtungen zu "Hat das Christkind Hosen an?" Manch einer mag so weit gehen, zu fragen: Ja, ist es am Ende etwa gar ein Mann ...

Lebt das Christkind hinterm Mond?

x  |  NOEN, zVg/Verlag Anton Pustet Salzburg
Noch mehr heitere Weihnachtsgeschichten.
21  Euro, 180 Seiten,
Verlag Anton Pustet Salzburg

Das Leben ist voller Christkindmomente. Weißt du, wo das Christkind wohnt? Hinterm Mond? Und doch kommt es so weltoffen und geistreich daher, ist so fest verortet im Hier und Jetzt. Es ist da, immer dann, wenn es uns gelingt, anderen eine Freude zu machen, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder einfach nur für einen Augenblick innezuhalten und zuzuhören.

Das Leben ist voller berührender, lustiger, tiefgründiger, verworrener, liebenswerter, stimmiger, unglaublicher, fantastischer ... Christkindmomente. Es gilt nur sie aufzuspüren. Viele davon wohnen in uns, sind eingeschrieben in unser gemeinsames Gedächtnis. Wie die langen, nicht enden wollenden Stunden erwartungsvoller Vorfreude, die sich dann im Nachhinein vielleicht als die schönsten erweisen. Wie die Freude am Schenken, die oft um so vieles größer ist, als die darüber, beschenkt zu werden. Wie die eingespielten Traditionen und Bräuche, die wir zeitlebens mit Inbrunst verwünschen, obwohl wir doch genau wissen, nicht ohne sie sein zu wollen.

„Steht das Christkind vor der Tür? Das Licht-ins-Dunkel-Weihnachtsbuch“

x  |  NOEN, Verlag Anton Pustet
Barbara Brunner,  Caroline Kleibel, 144 Seiten, 22 Euro, Verlag Anton Pustet
Steht das Christkind vor der Tür? Aber ja doch! Alle Jahre wieder wollen wir das Christkind oh so fröhlich hereinbitten und voller Vorfreude willkommen heißen. Die Tür zu wunderbaren Weihnachten öffnen uns dieses Mal Menschen, die wir alle kennen und schätzen. Menschen, die in ihrem Leben schon viel erreicht haben, was zählt. Uns wiederum reicht das von ihnen Erzählte.

In diesem stimmungsvollen Sammelband geben Künstlerinnen und Künstler, Medienschaffende und prominente Persönlichkeiten ihre denkwürdigsten Weihnachtserinnerungen preis. Einmal heiter, dann wieder besinnlich, nostalgisch und zuweilen auch durchaus kritisch.  Sind die Türen erst einmal weit offen, bleiben auch die Herzen nicht verschlossen. Mit dem Kauf jedes einzelnen Buches unterstützen Sie die Aktion Licht ins Dunkel!