Erstellt am 15. März 2016, 03:34

von Mario Kern

Heimische Parteien rügen NEOS. VP und FP bekritteln pinke "Unkenntnis".

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Mit einem politischen Rundumschlag haben sich die NEOS im Wahlkampf eingestellt: Einerseits nimmt die Liste um Wolfgang Grabensteiner SP-Stadtchef Matthias Stadler in die Pflicht – beim Swap-Skandal habe der Bürgermeister „45 Millionen Euro in den Sand gesetzt“. Andererseits kreidet sie der Opposition an, dass diese Stadler nicht „auf die Finger geschaut“ habe. Die Parteien seien zu viel mit sich selbst beschäftigt – Grabensteiners Schluss: „Rote Macht braucht pinke Kontrolle.“

Naturgemäß anderer Ansicht ist VP-Klubobmann Peter Krammer: „Ohne die Volkspartei gäbe es keine Transparenz, keine Kontrolle und keine Information für die Bevölkerung in Sachen Spekulationsgeschäfte“, und er findet klare Worte: „Die NEOS beweisen, dass sie von der Politik in St. Pölten keine Ahnung haben. Kein Wunder, wenn der Spitzenkandidat eigentlich aus Böheimkirchen kommt.“ Fast genau gleich äußert sich FP-Stadtparteiobmann Klaus Otzenberger und er fragt sich: „Weshalb haben sich Gruppierungen wie die NEOS nicht schon die letzten Jahre um St. Pölten gekümmert?“

„Interne Umstrukturierungen halten uns nicht auf, unseren politischen Auftrag zu erfüllen“, betont Grünen-Kandidatin Monika Krampl. „Wir waren bei den Swap-Geschäften nicht dabei. Eine weitere Bestätigung dafür, dass wir unserer politischen Verantwortung nachkommen.“

Die SP will sich zum NEOS-Anwurf nicht äußern.