Erstellt am 03. Februar 2016, 14:49

High School Spirit. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

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Am Montagmorgen war mein erster Schultag in der Helena High School. Fast fünf Monate lang werde ich in Montana zur High School gehen und sehen wie der typische Schultag hier abläuft. Nach einem leckeren Frühstück schnappte ich meinen schon vorbereiteten Rucksack und lief zu meinen Nachbarn, mit denen ich gemeinsam zur Schule fuhr. Etwas mehr als fünf Minuten Fahrt mit dem Auto und wir waren an unserem Ziel.

Die Schule besteht aus mehreren modernen Gebäuden und steht direkt neben dem Helena College. Da ich bereits letzte Woche zum Einschreiben hier war, kam mir alles schon bekannt vor. Trotzdem war es etwas anderes, die Schule „belebt“ kennenzulernen. Auf den Schulgängen stehen endlos aneinander gereihte Spinde, in welchen man seine persönlichen Dinge und Schulbücher einsperren kann. Es gibt hier keine fixen Klassen wie in Österreich, sondern man wandert zwischen den Unterrichts-Einheiten von einem Raum in den nächsten – es handelt sich also um eine Art „bewegte Schule“.

x  |  NOEN, privat


In der Schule gingen meine Nachbarin und ich zuerst zum „Main Office“, um meinen Spind zu aktivieren. Dann startete meine erste Einheit um 8.20 Uhr, nachdem mir meine Freundin nochmal gezeigt hatte wo alle Räume sind. Ich betrat also neugierig auf die anderen Leute einen großen Raum. Es gab eine Bühne und viele Sitzplätze, wo schon andere Schüler saßen.  

Ich lernte in den ersten zehn Minuten schon viele nette Leute kennen und es machte Spaß, den anderen beim Schauspielern zuzuschauen. Danach hatte ich eine Stunde Chor mit vielen Mädchen. Mit einem selbstgemachten Plan fand ich schließlich zu dem Raum, wo Kochen unterrichtet wird. Leider war das Kochen bisher noch nicht sehr spannend, da wir nur Filme zur Vorbereitung schauten.

Keramik war mein nächstes Fach, es machte großen Spaß. Hier musste ich mich besonders anstrengen, damit ich mich zwischen den vielen neuen Worten und Bezeichnungen nicht verlor. Das Töpfern war besonders interessant, obwohl ich als „Neuling“ nicht an der Töpferscheibe arbeiten durfte. In der Mittagspause (nach der vierten Stunde Unterricht) traf ich mich mit Emily, meiner Freundin, und schilderte ihr meine ersten Eindrücke, während wir unser Essen (es gab Käsetoast und Pudding) schlemmten.

Es gibt auch andere Gastschüler an der Schule: zwei Leute aus Deutschland, ein Mädchen aus China und ein Mädchen aus Italien. Beim Zeichnen waren alle Altersgruppen zwischen 14 und 17 Jahren vertreten. Ich bekam mein eigenes Sketchbook und die Aufgaben unserer Lehrerin waren sehr leicht umzusetzen. Zum Glück habe ich nicht Mathe, dafür jedoch US-Geschichte. Mir fiel es sehr schwer, die ganzen geschichtlichen Fachausdrücke und Wörter zu verstehen.

Aber ich bin mir sicher, dass sich das mit der Zeit bessert. Am Nachmittag war ich zu einem Englisch-Kurs eingeschrieben, den ich mit Emily und einem deutschen Austauschschüler habe. Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Gruppe und alle mit großem Interesse dabei. Ich glaube jedoch nicht, dass ich mich zu einer Chor-Solistin entwickeln werde. Der erste Eindruck war schon recht abwechslungsreich und interessant. Ich werde mich jetzt auf den morgigen Tag vorbereiten!

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