Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:28

von Hermann Knapp

Hilfeschreie einer Frau. Anrainer der Anton-Hanl-Straße schlugen Alarm. Einsatzkräfte suchten vergeblich.

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Als sie den Mistkübel entleerte, hörte eine Amstettnerin aus der Anton-Hanl-Straße Hilfeschreie im angrenzenden Waldstück, die sich mit einigen Minuten Abstand wiederholten. Sie holte ihre Mutter aus dem Haus und ging mir ihr in Richtung Wald.

Erneut vernahmen die beiden Frauen die Hilfeschreie. „Sie klangen sehr hysterisch und es kam uns vor, dass sie immer wieder unterdrückt würden, als ob jemand versuche, der schreienden Frau den Mund zuzuhalten“, berichteten die Zeuginnen später der Polizei. Sie konnten aber natürlich auch nicht ausschließen, dass die Frau gestürzt oder verletzt war und deshalb so lange Pausen zwischen ihren Hilferufen machte. In dem Waldstück befindet sich ein Bach mit einigen Auffangbecken und einem Fischteich. Es war also zudem möglich, dass die Frau ins Wasser gefallen war.

Hundesuchstaffel und Hubschrauber im Einsatz

Als zwei Beamtinnen wenige Minuten nach der Alarmierung am Ort des Geschehens eintrafen, war nichts mehr zu hören. Sie begannen sofort mit der Suche. Kurz darauf kam ihnen die Feuerwehr mit 24 Mann zuhilfe.

Außerdem wurden eine Hundesuchstaffel und ein Polizeihubschrauber (Libelle) angefordert. Die Einsatzkräfte kämmten das Waldgebiet zwischen Gschirmbachstraße und Anton-Hanl-Straße zweimal zu Fuß durch. Auch die Ufer der Gewässer wurden abgesucht und mit Einverständnis der Besitzer sogar die Gärten der Häuer, die an das Waldstück angrenzen.

Hubschrauber entdeckte eine Wärmequelle

Dann wurde die Suche auf das nördlicher gelegene Waldstück ausgedehnt und dieses mit einer Menschenkette durchkämmt. Ein Feuerwehrmann machte eine seltsame Entdeckung. Er fand mitten im Wald eine große Menge an Hundehaaren, fast so, als ob dort jemand einen Hund geschoren hätte. Von der Libelle aus wurde außerdem bei einem Teich eine Wärmequelle entdeckt. Die Einsatzkräfte konnten dort aber niemanden finden. Es ist möglich, dass dort ein Tier lagerte und der Platz deshalb noch Wärme abstrahlte.

Um 21 Uhr wurde die Suchaktion schließlich erfolglos beendet. Dazwischen hatte sich noch eine andere Amstettnerin gemeldet, die auch Hilfeschreie gehört hatte.