Erstellt am 22. April 2016, 04:54

von Daniela Führer

Hochwasserschutzdamm fertig aufgeschüttet. Die Dammschüttung wurde in den letzten Tagen finalisiert. Künftig wird der Trieseneggerbach aufgeweitet, drei neue Brücken enstehen und ein Gehsteig wird entfernt.

Letzte Woche wurde der Damm fertig aufgeschüttet. Dieser wird nach Fertigstellung mit Humus überzogen und darauf wird eine Wiese wachsen. Beim NÖN-Fototermin machten sich ein Bild von der Baustelle (v.l.): Bürgermeisterin Liselotte Kashofer, Eduard Kotzmaier, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung NÖ West, Amtsleiter Georg Hahn und Norbert Egger (Wildbach- und Lawinenverbauung NÖ West). Foto: Daniela Schlemmer  |  NOEN, Daniela Schlemmer

Hochbetrieb herrschte in den vergangenen Tagen und Wochen im idyllischen Waldesruh in St. Georgen. Ein Lkw nach dem anderen bretterte über die Schotterstraße zur Baustelle für den Hochwasserschutzbau in Triesenegg. Grund dafür: Die Dammschüttung wurde in den letzten Tagen soweit fertiggestellt.

„Das ist ein Homogendamm, also ein reiner Erddamm, der nach der Fertigstellung mit Humuserde überzogen wird“, erklärt Eduard Kotzmaier vom zuständigen Ministerium, Abteilung Wildbach- und Lawinenverbauung, bei der Baustellenbesichtigung. „Darauf wird dann eine Blumenwiese wachsen“, ergänzt VP-Bürgermeisterin Liselotte Kashofer.

15.000 Kubikmeter Erde für Damm aufgeschüttet

15.000 Kubikmeter Schüttmaterial wurde für den Damm verwendet. „Ziel des Hochwasserrückhaltebeckens mit Betoneinlaufbauwerk und Grundablass ist es, das Hochwasser von 14 auf sieben Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu drosseln. Das heißt, es wird nur soviel Wasser durchgelassen, wie der Unterlauf verträgt“, erklärt Norbert Egger, ebenfalls von der Wildbach- und Lawinenverbauung.

35.000 Kubikmeter Retentionsvolumen fasst das Regenrückhaltebecken dann. Für ein 100-jährliches Hochwasser werden die Ortsteile Triesenegg und auch große Teile des St. Georgner Ortskerns künftig geschützt sein.

Dafür wurden und werden noch allerlei Begleitmaßnahmen umgesetzt. Der Gehweg von der Feldholzstraße nach Triesenegg wird künftig beleuchtet. „Den Steg über den Trieseneggerbach werden wir verlegen und sicherer gestalten“, kündigt Amtsleiter Georg Hahn an. „So ist auch für unsere Schulkinder größtmögliche Sicherheit gegeben“, sagt Bürgermeisterin Liselotte Kashofer.

Damit einher geht die Entfernung des Gehsteiges entlang des Trieseneggerbachs, da die Fußgänger ohnehin fast nur noch den Gehweg nutzen. Das beschloss der Gemeinderat in der letzten März-Sitzung.

Entlang des Triesenegger-baches wird außerdem noch das Bachprofil aufgeweitet und es entstehen drei neue Brücken. Der Hochwasserschutzbau wird dann heuer im Sommer fertiggestellt.