Erstellt am 18. August 2015, 10:30

Nostalgie trifft auf Moderne. Als „Gasthaus zur Post“ kaufte Alois Rogl 1938 das Haus in der Westbahnstraße, Enkel Franz Rogl führt das Hotel heute mit 33 Komfortzimmern und Restaurant.

Mit Franz Rogl (l.) und Annemarie Rogl (r.) sind aktuell zwei Generationen aktiv in den Familienbetrieb eingebunden. Und mit Lena Rogl (Mitte) scharrt schon eine weitere Generation in den Startlöchern. Sie möchte wie Papa Franz die Hotelfachschule in Kleßheim/ Salzburg besuchen und den Familienbetrieb einmal übernehmen.  |  NOEN, Fuchs

Entgeltliche Kooperation: Die WKO NÖ und die NÖN präsentieren die Familienunternehmen Niederösterreichs.

Erfolg seit Generationen: Teil 19

Alte, massive Holztüren und kunstvoll verzierte Kästen aus längst vergangenen Tagen zieren den Eingangsbereich des Hotels „Zur Post“ in St. Valentin. Hier trifft nostalgischer Charme auf modernes Design.

Bereits in dritter Generation führt Franz Rogl das Hotel und Restaurant in der Westbahn-straße. Der Bau der Westbahn 1858 war es auch, der die Familie Kirchweger damals inspirierte, gegenüber des Bahnhofes ein Gasthaus zu errichten – das „Gasthaus zur Post“. Die schlechten Zeiten veranlassten den gebürtigen Ennser Alois Rogl und seine Frau Maria 1938 dazu, ihren Bauernhof zu verkaufen und das Gasthaus als Anlage zu kaufen.

Die Zeiten wurden besser, Maria Rogl entdeckte ihre Liebe zur Gastronomie und führte gemeinsam mit ihrem Mann fortan das „Gasthaus zur Post“. 1970 übernahm Sohn Franz mit Ehefrau Annemarie den Betrieb und setzte verstärkt auf den Hotelbetrieb und errichtete eine Kugelbahn. In den darauffolgenden Jahren wurde das Hotel immer wieder erweitert und ausgebaut.

2003 übergab das Ehepaar den florierenden Betrieb an Sohn Franz, der seither das Restaurant und das Hotel führt. Im selben Jahr noch erweiterte der ambitionierte Hotelbesitzer das Hotel, ließ wenig später einen Lift einbauen und errichtete 2011 im erstandenen Nachbarhaus weitere Hotelzimmer.

Mittlerweile stehen den Gästen 33 Zimmer zur Verfügung, die vor allem von Geschäftsleuten ganzjährig gut gebucht sind. Neben den Komfortzimmern verstecken sich im Haus auch exklusive Suiten – die „Romantik-Zimmer“ verfügen über eine Badewanne im Zimmer.

x  |  NOEN, privat
Gleichzeitig lädt ein schattiger Gastgarten zum Verweilen ein. Im Restaurant setzt der Chef vor allem auf saisonale und regionale Speisen. Und so kommen die Eier aus Strengberg, das Fleisch aus St. Pantaleon und zur Wildzeit landet das Fleisch der St. Valentiner Jäger auf dem Teller. Und Most landet „mehr im Essen als im Glas“, verrät Rogl lachend.

 

In das Hotel kamen bisher nicht nur Geschäftsleute und Durchreisende, auch prominente Gäste konnte die Familie Rogl bereits begrüßen: Der ehemalige Bundeskanzler Leopold Figl – übrigens der Onkel der ehemaligen Wirtin Annemarie Rogl – und Otto von Habsburg statteten dem Hotel einen Besuch ab.

Für Franz Rogl selbst war es immer klar, dass er den Betrieb weiterführen wird, und so besuchte er die Hotelfachschule in Kless/Salzburg. In Tochter Lena findet der Hotelier bereits eine begeisterte Nachfolgerin: „Sie hat Kleßheim schon eingeplant“, schmunzelt der 44-Jährige. Und bis es so weit ist, steht der St. Valentiner selbst Tag für Tag hinter der Rezeption.


Daten & Fakten

  • Gründungsjahr: 1890

  • Geschäftsführer: Franz Rogl

  • Unternehmensgegenstand: Hotel und Gastronomie

  • Mitarbeiter: 13

  • Adresse & Kontakt: 
    Westbahnstraße 36,
    4300 St. Valentin
    07435/523770
    info@hotel-rogl.at
    www.hotel-rogl.at
     

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