Erstellt am 08. Juni 2016, 04:45

von Daniela Rittmannsberger

„Ideen-Büro“ für Ortskern. Ortskernbelebung in Ferschnitz geht in die nächste Runde: Infoabend lädt Bewohner dazu ein, Ideen und Wünsche zu äußern, außerdem ist ein „Ideen-Büro“ geplant.

Bürgermeister Michael Hülmbauer und Vizebürgermeister Josef Dorninger (v.l.) wissen: »Es gibt bereits viele Ideen und Diskussionen in der Bevölkerung.« Diese werden beim Infoabend nächste Woche Gehör finden. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Schlemmer
Früher war der Ortskern in Ferschnitz ein beliebter Treffpunkt, reihte sich doch ein Kaufhaus im Perneder-Haus an ein Gasthaus. Heute gibt es das Gasthaus nicht mehr und auch das Kaufhaus wurde zugesperrt.

Das Perneder-Haus wurde im Jänner von der Gemeinde angekauft, die seither große Pläne mit dem Gebäude hat. „Der Ortskern ist einfach nicht schön und wir wollen nach dem Kauf des Hauses nun die Bevölkerung mit ins Boot holen mit ihren Ideen und Wünschen“, sagt Bürgermeister Michael Hülmbauer.

„Wollen etwas Nachhaltiges auf die Beine stellen“

Mit ins Boot geholt wurde bereits die Architekturstudentin Andrea Hilmbauer, die im Zuge ihrer Masterarbeit die Ortskernbelebung in Ferschnitz plant. Am Donnerstag (9. Juni) ist in Ferschnitz nun ein Infoabend für die Einwohner geplant. Wünsche, wie etwa ein Café werden an diesem Abend diskutiert und besprochen.

Vor Ort werden Experten aus Niederösterreich und Oberösterreich zu Gast sein, die der Gemeinde mit ihrer Erfahrung tatkräftig zur Seite stehen werden. „Wir wollen auf alle Fälle etwas auf die Beine stellen, das nachhaltig ist. Und unser großes Ziel ist es, die Bevölkerung mit einzubinden.“

Die Menschen vor Ort äußerten von einem Café über Wohnungen bis hin zu Parkplätzen bereits zahlreiche Vorschläge für die Veränderung des Ortskernes. Denn eines steht fest: Das Haus selbst muss abgerissen werden, da es nicht mehr saniert werden kann.

Am Infoabend selbst soll aber nicht nur diskutiert werden, sondern auch ein Fragebogen rund um das Leben in der Gemeinde soll ausgegeben werden.

Heuer sei vor allem der „Nachdenkprozess“ angesagt, betont Hülmbauer, der mit einer weiteren Offensive weitergesponnen werden soll: Ein- bis zweimal im Monat wird Andrea Hilmbauer in einem „Ideen-Büro“ vor Ort sein, in dem die Menschen Wünsche, aber auch Beschwerden äußern können. 2017 soll das Projekt dann umgesetzt und dem Ortskern neues Leben eingehaucht werden.