Erstellt am 04. Dezember 2015, 08:23

von Hermann Knapp

Ideensammlung Schlossneugestaltung läuft. Erste Konzepte für mögliche touristische Nutzung liegen auf dem Tisch. Viel hängt vom Denkmalamt ab.

Alle derzeitigen Ideen gehen letztlich davon aus, dass im Schloss Ulmerfeld eine Gastronomie – ein Wirtshaus oder ein Café – installiert wird.  |  NOEN, Heribert Hudler

Die Neugestaltung des Schlossumfeldes läuft bereits auf vollen Touren. Die Verantwortlichen machen sich daneben aber auch schon Gedanken über die künftige Nutzung des altehrwürdigen Gebäudes. Das Regionalmanagement hat im Auftrag der Stadt die Möglichkeiten einer touristischen Positionierung untersucht. „Ein erstes Konzept liegt uns nun vor. Völlig neue Ansätze enthält es allerdings nicht, aber das war auch kaum zu erwarten“, sagt Ortsvorsteher Egon Brandl.

Was im Schloss zukünftig gemacht werden kann, hängt natürlich auch davon ab, ob die Jugendherberge und die Wohnungen bleiben – oder eben nicht. Ohne Betriebskostenförderung durch die Stadt wird die Jugendherberge sich schwertun und diese läuft mit diesem Jahr aus. Die ÖVP hat schon signalisiert, dass sie einer Verlängerung nicht zustimmen will.

Schloss wird mit Strom beheizt

Die Betriebskosten sind deshalb so hoch, weil das Schloss mit Strom beheizt wird. Eine andere Heizung einzubauen war nicht möglich, weil sich das Denkmalamt dagegen gesperrt hat. Dieses wird natürlich auch bei einer möglichen touristischen Nutzung ein gewichtiges Wörtchen mitreden. „Es gibt aber schon demnächst eine Begehung mit einem Vertreter des Denkmalamts. Denn von dem was wir überhaupt dürfen, hängt ja auch ab, in welche Richtung wir überlegen“, sagt Brandl. Alle derzeitigen Ideen gehen letztlich davon aus, dass im Schloss eine Gastronomie – ein Wirtshaus oder ein Café installiert werden. Das würde natürlich eine beträchtliche Investition bedeuten. „Wenn wir Förderungen beanspruchen wollen, dann können wir das Projekt nicht auf die lange Bank schieben“, sagt Brandl.

Nächster Schritt in der Causa wird daher eine Besprechung mit allen Gemeinderatsfraktionen sein. Dort soll eine grundlegende Linie festgelegt werden.

Brandl will aber auf jeden Fall – wie schon vor der Gestaltung des Schlossumfeldes – auch die Bürger einbeziehen.