Erstellt am 30. Dezember 2015, 04:18

von Hermann Knapp

Industrie geht es gut, Kleinbetrieben weniger. Wirtschaftsbundobfrau Michaela Hinterholzer hofft auf mehr Wachstum und fordert weniger Bürokratie für KMUs.

Michaela Hinterholzer kritisiert die überbordende Bürokratie, unter der vor allem Kleinbetriebe zu leiden hätten. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

„Sehr unterschiedlich“, schätzt Wirtschaftsbundobfrau Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer die Lage der Betriebe im Bezirk ein.

Vor allem großen Industrieunternehmen gehe es gut. „Sie haben volle Auftragsbücher und sind oft auf der Suche nach Fachkräften, denn die sind in der Region leider nach wie vor rar“, sagt die VP-Politikerin.

Am Arbeitsmarkt lasse sich überhaupt erkennen, dass vor allem Personen mit einem geringen Ausbildungsstand von längerer Arbeitslosigkeit betroffen seien. „Die Jobs, die wir für diese Leute bräuchten, gibt es immer weniger“.

„Androhung von mehr Kontrollen hebt Stimmung nicht gerade“

Hinterholzer freut sich natürlich, dass für kommendes Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent prognostiziert wird, bewertet solche Aussagen aber durchaus skeptisch: „Denn das hören wir inzwischen seit drei Jahren. Eingetroffen ist es dann aber nie.“

Die Wirtschaft brauche, so die VP-Politikerin, aber einen positiven Impuls. „Denn der würde sicher auch dazu führen, dass Unternehmen Investitionen, die sie bislang zurückgehalten haben, in Angriff nehmen.“

Schwierig ist im Bezirk, so Hinterholzer, vor allem die Lage der Klein- und Mittelbetriebe (KMU). „Diese leiden jetzt schon unter der Bürokratie und die Androhung von noch mehr Kontrollen hebt die Stimmung der Unternehmer natürlich auch nicht gerade“, sagt die Wirtschaftsbundobfrau.

Die Registrierkassenpflicht signalisiere ein Misstrauen der Bundespolitik, das die Wirtschaftstreibenden nicht verdient hätten. „Denn sie arbeiten hart und sie sichern sehr viele Arbeitsplätze in der Region.“