Erstellt am 10. August 2015, 10:50

von Doris Schleifer-Höderl

Innovative Erfindung: Kampf dem Schneck. Der Blindenmarkter Erfinder Robert Lindtner versucht mit seinen Projekten Alltagsprobleme zu lösen. Seine neueste Erfindung: ein schneckenfreies Hochbeet.

Das schneckenfreie Hochbeet, die neueste Erfindung des Blindenmarkters Robert Lindtner, benannte er nach seiner Tochter: Emilia. Foto: Schuller Eye-Open  |  NOEN, Ing. Roland Schuller - Eye-open.

Nach einem innovativen Mülltrennsystem sowie dem sogenannten Brikettwurm, einem Gerät mit dem man ohne Kraftaufwand schmale Scheiben von Holzbriketts abbrechen kann, hat der Mostviertler Maschinenschlosser und Maschinenbaukonstrukteur Robert Lindtner eine weitere Idee in die Tat umgesetzt.

„Können einem Lust an Hobbygärtnerei verderben“

Nachdem alle seine Projekte darauf abzielen, ein Alltagsproblem zu lösen, hat der Blindenmarkter nun den Schnecken im Hochbett den Kampf angesagt.

„Schnecken im Gemüsegarten können einem schon die Lust an der Hobbygärtnerei verderben“, so Robert Lindtner gegenüber den NÖN. „Gerade in unserem Gebiet gibt es sehr viele Schnecken und die Leute jammern, dass ihr mühsam gepflegtes Gemüse von ihnen aufgefressen wird. Daher habe ich vor rund einem halben Jahr mit der Entwicklung eines schneckenfreien Hochbeets begonnen.“

Lindtners Hochbeet, mit dem Namen Emilia, benannt nach seiner Tochter, besteht aus einer leichten, feuerverzinkten Unterkonstruktion, die eine sechseckige Schale aus Lärchenholz trägt und in der Basisversion eine 1,3 Quadratmeter Anbaufläche hat. Zwei Materialien, die eine hohe Lebensdauer versprechen.

Hochbeet mit integriertem Bewässerungssystem

Die Schnecken werden durch doppelt ausgeführte mechanische Barrieren daran gehindert, die Pflanzen zu erreichen. „Über diese Barrieren kommen garantiert keine Schnecken an den Salat“, erklärt der Erfinder.

„Zudem enthält mein Hochbeet ein integriertes Bewässerungssystem und nach Wunsch des Kunden auch ein drittes Schneckenabwehrsystem. Dafür kann Schneckenkorn einfach von oben in die hohle Unterkonstruktion eingeworfen werden und somit nicht mit Kindern, Tieren oder Pflanzen in Berührung kommen“, so Lindtner weiter.

Insgesamt hat das Lindtner-Hochbeet, das es in fünf Modellarten gibt, eine Höhe von 80 Zentimetern, ein Füllvolumen von 0,5 bis 1,8 Kubikmeter sowie eine Anbaufläche von 1,3 bis 4,4 Quadratmetern.

Wermutstropfen: Erst ab 2016 erhältlich

Darüber hinaus bietet der Blindenmarkter Erfinder auch noch einiges an Zubehör, wie etwa ein Ranksystem mit einhängbaren und verstellbaren Rankwendeln, eine Überdachung sowie eine Ablagetasse oder Aufhängehaken für Gartenwerkzeuge.

„Die Seitenteile und das Behältnis können selbstverständlich auch in anderen Holzarten aber auch in Alu oder WPC gefertigt werden.“ Einziger Wermutstropfen: Das schneckenfreie Hochbeet ist erst 2016 erhältlich.

Dafür, so Lindtner, liegen die Vorteile eines Hochbeets auf der Hand. Interessenten haben zum einen keine Probleme mehr mit dem Aufstellen, Robert Lindtner liefert das Hochbeet als Selbstbausatz oder fertig montiert an und zum anderen rechnet Lindtner mit einer längeren Haltbarkeit. Die Kosten werden sich aller Voraussicht nach für die Basisversion zwischen 1.100 und 1.300 Euro bewegen.