Amstetten

Erstellt am 19. August 2016, 04:41

von Otmar Gartler

Buntmetall: 40 Millionen für Standort Amstetten. Großes Vertrauen setzt die deutsche Wieland-Gruppe in den Produktionsstandort Österreich und baut den Produktionsbereich der Buntmetall Amstetten GmbH weiter aus.

Buntmetall-Geschäftsführer Anton Zierhut vor der Großbaustelle. Die Vollinbetriebnahme der Anlage ist für Herbst 2017 geplant. Foto: Otmar Gartler  |  Otmar Gartler

Der österreichische Kupfer- und Kupferlegierungsproduzent Buntmetall Amstetten GmbH investiert in die beiden Werke Amstetten und Enzesfeld in den nächsten drei Jahren rund 40 Millionen Euro.

„Dies ist ein klares Bekenntnis des deutschen Eigentümers Wieland Werke AG zum Produktionsstandort Österreich und für die Buntmetall Amstetten GmbH ein weiterer Schritt, den Produktionsbereich auszubauen und qualitativ an der Weltmarktspitze zu bleiben“, betont Buntmetall-Geschäftsführer Anton Zierhut.

Anlage ersetzt bestehende 2.500-Tonnen-Presse

Im Mittelpunkt der Investitionen steht am Standort Amstetten eine neue Strangpresse für Kupfer und Kupferlegierungen mit einer Presskraft von 5.000 Tonnen. Geliefert wird diese Presse mit vollautomatischen Einrichtungen, wobei ein Industrieroboter alle bisher manuell durchgeführten Arbeiten unterstützen wird.

Diese Anlage ersetzt eine bestehende 2.500-Tonnen-Presse, mit der man bisher am Weltmarkt sehr erfolgreich unterwegs war, mittlerweile allerdings oftmals an die Leistungsgrenzen stößt.

Aus- und Weiterbildung hat großen Stellenwert

Die Strangpresse ist das Herzstück der Kupferproduktion in Amstetten. Mit der Investition in eine Anlage dieser Leistungsgröße ist man zukünftig in der Lage, die Herstellung von Speziallegierungen zu erweitern und dabei die am Markt benötigten größeren Dimensionen fertigen zu können. R

Rund 30 Millionen Euro allein wird diese technologische Erweiterung mit allen erforderlichen Umrüstaktionen für die notwendigen Anschlussaggregate kosten. Neben dieser Großinvestition investiert das Unternehmen jährlich rund fünf bis sechs Millionen Euro in die laufende Modernisierung.

Großen Wert legt man bei Buntmetall Amstetten auch auf die Aus- und Weiterbildung der insgesamt 648 Mitarbeiter, davon 387 in Amstetten und 261 in Enzesfeld. Um auch für die Zukunft entsprechend gerüstet zu sein, werden derzeit in der eigenen Lehrwerkstätte rund 30 Lehrlinge ausgebildet.

Das 1904 gegründete Amstettner Unternehmen erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 250 Millionen Euro, die weltweite Exportquote beträgt 90 Prozent. Fast die Hälfte des Umsatzes wird mit Legierungsprodukten im Bereich Maschinenbau und Schiffbau, Elektrotechnik und Luftfahrt erzielt.