Ardagger

Erstellt am 19. April 2017, 04:59

von Peter Führer

Gschöpf: Ein Mostviertler beim Fest der spitzen Federn. Karikaturisten aus aller Welt trafen sich in Wien zum Karikaturfestival „Eurocature“. Mittendrin auch in diesem Jahr: Christian Gschöpf aus Ardagger.

Christian Gschöpf mit zwei seinerWerke. Linksjenes Porträt von Mutter Teresa, das in Wien für das Eurocature-Festival entstand. Foto: Führer  |  Führer

Seit fünf Jahren findet das Eurocature-Festival in Wien statt. Dabei handelt es sich um ein Treffen weltweit anerkannter Karikaturisten, die vor Ort vier Tage lang an zwei Fragestellungen arbeiten und im Anschluss daran ihre Zeichnungen in einer Ausstellung präsentieren. In diesem Jahr waren es 50 Künstler, die sich in der Wien-Energie-Welt in Spittelau den Themen „Quo Vadis“ und „Heroes“ stellten. Teilnehmer war erneut Christian Gschöpf, stellvertrender Polizeipostenkommandant in St. Valentin, aus Ardagger-Markt.

Von Mutter Teresa bis Recep Tayyip Erdogan

„Ich bin seit der ersten Auflage dabei. Für mich ist dieses Event wie Ostern und Weihnachten zugleich, weil viele internationale Top-Leute dabei sind und man auch sein eigenes Netzwerk ausbauen kann“, so der Künstler mit der spitzen Feder.

Zum Thema „Heroes“ fertigte er ein Bild von Mutter Teresa an, für „Quo Vadis“ eines von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Türkei-Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan. Zum Ende des Eurocature-Festivals wurden die Werke bei einer Vernissage präsentiert.

Gemeinsam mit vielen anderen internationalen Künstlern arbeitete Christian Gschöpf (hinten rechts) in Wien an Karikaturen für das Eurocature-Festival. Foto: privat  |  privat, Peter

Aus aller Welt reisten die Karikaturisten an. Neben zwölf Österreichern kamen die Partizipienten unter anderem aus weiteren europäischen Ländern, den USA, der Mongolei und Südkorea. Darunter waren auch viele Stars der Szene.

„Die Teilnehmer waren klassische Maler, digitale Maler und auch 3D-Skulpturen wurden angefertigt. Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, wie die absoluten Spitzenleute arbeiten“, berichtet Gschöpf von seinen Erfahrungen.

Namhafte Künstler wie Manny Avetisyan (USA), Xi Ding (China, jetzt wohnhaft in Wien), Marvin Lorenz (Deutschland; laut Gschöpf „der kommende Star“), Bernd Ertl (Österreich), Jan Op De Beeck (Niederlande), Roberto Robolus Freire (Deutschland) oder Valentin Chibrit (Rumänien) seien perfekte Inspirationsquellen.

12 bis 25 Stunden Arbeit für ein einziges Bild

Was macht für Gschöpf den besonderen Reiz der Karikaturen aus? „Für mich ist es genau der richtige Weg, mich auszudrücken. Mit Schmäh in Bildform und natürlich ein bisschen übertreiben. Meine Zeichnungen sind weniger satirisch-böse, sondern vielmehr humoristisch-ironisch“, so der Polizist, der sein Hobby seit 20 Jahren intensiv betreibt und an einem Bild zwischen 12 und 25 Stunden arbeitet.

Wer Interesse an den Werken des Karikaturisten hat, kann einen kleinen Teil davon bis Ende Mai in der Ausstellung „Kraft der Linie“ im Schloss Ulmerfeld sehen.