Erstellt am 21. Juni 2016, 06:00

von Hermann Knapp

Kein Gegenverkehr in der Wiener Straße. Vorschlag von Franz Theuer für Umleitungsstrecke von Behörde abgelehnt. Markierung wäre außerdem teuer.

Die Einbahnregelung in der Wiener Straße bleibt aufrecht. Bei der Evaluierung des Verkehrskonzeptes wird aber darüber diskutiert werden.  |  NOEN, Schlemmer

Eine Absage haben Behörden und Stadt der Idee von Franz Theuer erteilt, den Verkehr während der Sperre der Alten Zeile (wegen Kanalsanierung) in der Wiener Straße wieder in beide Richtungen laufen zu lassen (

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„Es hat am 2. Juni eine Begehung des Bereiches mit der Bezirkshauptmannschaft, der Stadtpolizei, dem Planungsbüro IKW und den Stadtwerken/Wasserwerk gegeben. Sowohl Bezirkshauptmannschaft als auch Stadtpolizei haben dabei einen Gegenverkehrsbereich in der Wiener Straße abgelehnt“, berichtet VP-Vizebürgermeister Dieter Funke.

Ein wichtiger Grund dafür sei auch gewesen, dass durch die Schrägparker und den Radweg nicht genug Platz für zwei Fahrstreifen wäre.

"Idee eines engagierten Bürgers ernst nehmen"

„Wir müssten also Markierungsmaßnahmen durchführen, die hohe Mehrkosten verursachen würden. Das zahlt sich für den begrenzten Zeitraum leider nicht aus“, sagt Funke. Zudem hätte eine Änderung der Umleitungsverordnung einer neuerlichen Verkehrsverhandlung durch die BH bedurft – und das hätte zu einer Verzögerung des Baubeginns führen können.

„All das spricht gegen den Vorschlag. Mir war es aber wichtig, dass man die Idee eines engagierten Bürgers ernst nimmt und wirklich ernsthaft in Erwägung zieht“, sagt Funke.

Für den VP-Vizebürgermeister ist in Sachen Wiener Straße aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Im Zuge der Diskussion und der Belebung der Innenstadt müsse man sich über diesen Bereich Gedanken machen. „Die Öffnung des Zentrums für Autos aus dem Osten der Stadt wird ja auch in der Studie der Standort+Markt BeratungsgmbH empfohlen“, sagt Funke.