Amstetten , Kematen an der Ybbs , Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 25. April 2017, 04:54

von Heribert Hudler

Urbaner Weg: Weichen für die Zukunft gestellt. Amstetten und Waidhofen/Ybbs haben die gleichen Probleme. Die Abwanderung von Betrieben und Menschen soll mit unterschiedlichen Projekten gestoppt werden.

Die Akteure beim Netzwerktreffen der Zukunftsakademie Mostviertel: Amstettens Stadtrat Laurentius Palmetzhofer, Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer, Martin Ohneberg (Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg), Moderator Thomas Welser, Andreas J. Ludwig (Sprecher des Vorstandes Umdasch Group) und Oliver Schmidt (Vorsitzender der Geschäftsführung Knorr-Bremse Österreich),  |  Hudler

„Von der Wirtschaft und den Gemeinden der Region getragen, leistet die Zukunftsakademie Mostviertel ihren Beitrag zu wirtschaftlicher Nachhaltigkeit“, sagte Andreas J. Ludwig, Vorstand der Zukunftsakademie Mostviertel, beim Jahrestreffen der Mitglieder in der Firma Knorr-Bremse GmbH Division IFE in Kematen/Ybbs. Zentrales Thema war „Zur Urbanisierung von Regionen oder vom Kirchturmdenken zur Exzellenz!“.

100.000 Quadratmeter mitten im Zentrum

In einem Impulsvortrag berichtete der Wirtschaftsstadtrat Laurentius Palmetshofer zum Thema „Future HUB: Die Remise“ – Leben, Arbeiten und Lernen am Bahnsteig“. Er sprach auch über die Ausgangssituation für den neu zu entstehenden Stadtteil auf den europan-Flächen. „Amstetten wird ein Leuchtturm für integrierte Stadt- und Regionalentwicklung sein“, sagte Palmetshofer.

Rund 100.000 Quadratmeter Fläche mitten im Stadtzentrum stehen zur Verwertung zur Verfügung. Palmetzhofer wies darauf hin, dass immer mehr Potenzialträger wie Firmen, aber auch Familien in die Umlandgemeinden absiedeln. Um diese Entwicklung zu stoppen, soll im Zeitraum von 2018 bis 2030 daher ein neuer Stadtteil mit attraktiven- und innovativen Wohnformen entstehen. Auch an die Ansiedlung der Zweigstelle einer Fachhochschule im Gesundheitsbereich ist gedacht.

In Waidhofen/Ybbs ist die Situation ähnlich. Auf dem Areal der ehemaligen alten Bene-Gebäude im Ortsteil Zell plant man einen Zukunfts-Campus zu errichten. Ziel ist es, den Bedarf an motivierten, international einsetzbaren Technikern und Entrepreneuren (Unternehmern mit Innovationskraft) in der Region zu erhöhen.

Begeisterung für technische Berufe

„Die Abwanderung aus der Region Eisenstraße und der demografische Wandel führen dazu, dass Industrie und Gewerbe nur mehr schwer qualifizierte Arbeitskräfte bekommen“, berichtete Bürgermeister Werner Krammer bei der Präsentation. Der Zukunfts-Campus soll daher Begeisterung für technische Berufe schaffen. Geplant ist ein Schaufenster für die Leistungsfähigkeit der Region. Es wird Wohn- und Arbeitsraum und Experimentierraum auf dem Areal entstehen.

Der Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg berichtete in einem Impulsvortrag von Vorarlbergs urbanem Weg und die Maßnahmen.