Erstellt am 30. März 2016, 04:04

von Daniela Führer

Da versteht man die Welt nicht. Daniela Schlemmer über die subjektive Wahrnehmung von Sicherheit.

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen im Bezirk hinkt der tatsächlichen Sicherheitslage gewaltig hinterher. Zur Verdeutlichung: Da steht ein extremer Anstieg an ausgestellten Waffenbesitzkarten sinkenden Zahlen an Straftaten gegenüber – die NÖN berichtete dazu in den letzten Ausgaben.

Nun lässt die jüngste NÖN-Onlineumfrage aufhorchen, die danach fragte, wie sicher sich die Leute im Bezirk fühlen. Dass sich satte 70 Prozent (!) „unsicher“ oder sogar „sehr unsicher“ fühlen, stimmt nachdenklich. Spricht man dann mit Menschen wie Barbara Holzer und Benjamin Bodson, die unmittelbar mit der Terrorgefahr in Brüssel leben, und sagen „Wir haben keine Angst“, versteht man die Welt nicht mehr.

Doch was bringt es denn, in Angst zu leben? Angst schürt vor allem Aggression und Hass – den Nährboden für Terror und Krieg, wovor sich viele so fürchten. Daher braucht es wieder mehr Menschen, die bewusst sagen: „Ich habe keine Angst!“ Denn 100-prozentige Sicherheit wird es nie geben. Wer aber immer in Angst lebt, verliert seine Lebensfreude – zu 100 Prozent.