Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:53

von Ingrid Vogl

Flachländler im Aufwind. Ingrid Vogl über dasWeltcupdebüt von Katharina Huber.

Niederösterreich ist das größte Bundesland Österreichs. Dementsprechend groß ist auch die Anzahl an guten Sportlern. So ist etwa das österreichische Herrentennis derzeit blau-gelb dominiert.

Es gibt aber auch Sportarten, in denen die Flachländler aus dem Osten nicht unbedingt die wichtigste Rolle spielen. Skifahren ist eine davon. Es gibt zwar Berge und gar nicht so schlechte Skigebiete, aber erfolgreiche Weltcupläufer aus NÖ waren dennoch eher die Ausnahme als die Regel.
 

Eine, die beweisen will, dass man auch als Mostviertlerin im Weltcup Fuß fassen kann, ist Katharina Huber. Die 20-jährige Slalomspezialistin aus St. Georgen/Reith hatte sich mit zwei Siegen bei FIS-Rennen eigentlich „nur“ für den Europacup qualifiziert. Beim Saisonstart in Sölden schnupperte Huber als Vorläuferin einmal Weltcupluft, am Wochenende feierte sie dann in Aspen ihre „richtige“ Weltcuppremiere. Und wie.

Dass diese so schnell kommt, war nicht abzusehen und nicht geplant. Dass durch Rücktritte von arrivierten Läuferinnen die Chance, ins Weltcupteam zu rutschen, noch nie so groß war wie jetzt, muss man natürlich auch berücksichtigen. Die Leistung von Huber schmälern soll das aber keinesfalls, denn diese Chance muss man sich auch erst einmal erarbeiten. Und Weltcuppunkte erst recht.