Erstellt am 03. November 2015, 05:27

von Hermann Knapp

Idealismus allein reicht nicht. Hermann Knapp über die Sorgen der Tierschützer im Bezirk.

Die Gerüchteküche brodelt: Die Tierschutzvereine im Bezirk hätten eine große Erbschaft gemacht und benötigten daher kein Spendengeld mehr. Selbst wenn dem so wäre, ließe sich eine Liegenschaft ja nicht innerhalb weniger Wochen in Geld ummünzen. Die Tierschützer brauchen aber Bares, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Beide Vereine im Bezirk versichern jedoch, dass sie nichts von einer Erbschaft wissen. Sie sind daher nach wie vor auf Spenden angewiesen und wenn diese versiegen, dann leiden die Tiere darunter. Ohnehin können die Tierschützer ihre Aufgabe nur mit sehr viel Enthusiasmus und persönlichem Engagement erfüllen. So hat etwa die Obfrau des Ybbstaler Vereines zehn Hunde und zehn Katzen bei sich aufgenommen – weil die Vierbeiner sonst nirgendwo unterkommen. Diese Aufgabe muss man sich erst einmal aufbürden!

Tierschützer werden gerne belächelt und als ein wenig schrullig angesehen. Tatsache ist aber: Sie springen oft dann ein, wenn andere Menschen verantwortungslos handeln und ein Tier einfach aussetzen.