Amstetten

Erstellt am 09. Januar 2018, 04:19

von Peter Führer

Bilanz macht nachdenklich. Peter Führer über die steigende Zahl an Einkäufern beim Amstettner Sozialmarkt

Vor Kurzem zog der Sozialmarkt Amstetten Bilanz (siehe auch Artikel ganz unten). Im Jahr 2017 waren es insgesamt 21.907 Einkäufe, die getätigt worden sind. 1.722 Einkaufspässe wurden ausgestellt, 123 mehr als noch im Jahr davor. Marktleiterin Inge Höblinger und Anneliese Dörr berichten von seit Jahren stark steigender Nachfrage. Während sich über diese Neuigkeiten wohl viele „normale“ Einkaufsmärkte freuen würden, ist der Anstieg an Interessenten am Sozialmarkt nicht unbedingt ein Grund zur allgemeinen Freude.

Sicher: Positiv ist, dass viele Menschen die Möglichkeit zum Einkauf nutzen und den SOMA nicht nur wie früher als „Laden für „gestrandete Existenzen“ sehen. Dennoch macht es nachdenklich, wenn sich immer mehr Personen – vor allem Pensionisten und Alleinerziehende – einen Einkauf in einem „regulären“ Geschäft nicht mehr leisten können. Das zeugt von Armut, mitten in der Gesellschaft.

Der Soma ist eine sehr gute Antwort auf diese Armut. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Frage „Kann ich mir den Einkauf von Lebensmitteln noch leisten“ gar nicht erst gestellt werden müsste.