Erstellt am 19. Juli 2016, 04:00

von Raimund Bauer

Die Rolle des Außenseiters. Raimund Bauer über den Rollenwechsel beim SKU Amstetten im ÖFB-Cup.

Mund abwischen und eine Runde weiter. Der Favorit Amstetten hat sich im ÖFB-Cup gegen den Meister der Wiener Stadtliga Wienerberg nach der Verlängerung durchgesetzt. Auch zum ersten Mal am Prüfstand waren die beiden Neuzugänge Florian Uhlig und Leo Zefi, die in der Nachspielzeit dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.

Dabei hätte es gar nicht so weit kommen müssen. Die Truppe von Trainer Heinz Thonhofer verabsäumte die Voreentscheidung in den 90 Minuten. Alleine Torjäger Milan Vukovic vergab in aussichtsreichen Positionen. Der Stürmer führte die Abschlussschwäche auf den fehlenden Rhythmus zurück. Verständlich: Nach zwei Wochen Vorbereitung wartete das erste Pflichtspiel.

Doch Florian Uhlig brachte mit seiner Kreativität das letzte Puzzlestück und setzte Vukovic per „Schupfer“ ideal ein. Den Schlusspunkt setzte der junge Angreifer Leo Zefi, der das 3:0 eiskalt verwertete. Spielerisch war das Cup-Duell gegen Wienerberg schon ansehnlich. Einzig der Abschluss stimmte noch nicht.

Auch als Favorit in ein Spiel zu gehen, behagt den Amstettnern nicht unbedingt. Das dürfte sich in der 2. Runde erledigen. Jetzt hofft Amstetten auf einen Kracher aus der Bundesliga. Da schlüpfen die SKU-Kicker wieder in die beliebte Rolle des Außenseiters.