Erstellt am 30. August 2016, 05:08

von Hermann Knapp

Spielball des Weltmarktes. Hermann Knapp über die triste Lage der Bauern im Bezirk.

Die Supermärkte überbieten sich derzeit wieder gegenseitig mit Aktionen für Grillfleisch. Den Bauern vergeht dabei selbst oft der Gusto auf ihre exzellenten Produkte. Stattdessen kommt ihnen die Galle hoch. Denn ihnen bleibt kaum genug Erlös, um über die Runden zu kommen. Den Handelsketten ist das egal. Und der Politik sind die Hände gebunden.

Die Landwirte sind längst zum Spielball von Kräften geworden, auf die ein kleines Land wie Österreich kaum Einfluss nehmen kann. Wenn Russland eine gute Getreideernte hat und den Weltmarkt überschwemmt, ist der Preis eben im Keller. Einen fairen Wettbewerb gibt es ob der unterschiedlichen Produktionsbedingungen nicht.

Letztlich bleibt nur die Hoffnung, dass sich der Markt doch selbst reguliert, und das Pendel auch wieder auf die andere Seite ausschlägt. Vermutlich wird es das auch. Aber dann könnte es für viele heimische Betriebe schon zu spät sein. Und neben den Arbeitsplätzen, die verloren gehen, wächst in der Nahrungsmittelversorgung damit unsere Abhängigkeit vom Ausland.