Erstellt am 23. Februar 2016, 03:44

von Daniel Hartl

Spagat zwischen Zeit und Erfolg. Daniel Hartl über Trainingslager im Amateurbereich.

War es anfangs nur die Trainingsmethodik, die einer vom Profisport abgeleiteten Frischzellenkur unterzogen wurde, so zogen nun auch die gesteigerten Ansprüche an die Trainingsbedingungen nach. Kurz gesagt, der Amateurfußball wurde von einer Professionalisierungs-Welle erfasst. Diese spülte vermehrt die Möglichkeit in den Vordergrund, Trainingslager fernab der sportlichen Heimstätte durchzuführen.

Ob Gaflenz, Neustadtl oder Seitenstetten, sie alle setzten auf einen mehrtägigen Tapetenwechsel. Zum einen nimmt man damit der ohnehin langwierigen Vorbereitung etwas die Monotonie aus den Segeln. Zum anderen bietet ein Trainingslager die Chance, Neuverpflichtungen besser ins Team zu integrieren und an taktischen Verbesserungen zu arbeiten.

Der Faktor Zeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Während das Trainingslager bei den Profis Arbeitszeit ist, muss im Amateurbereich hingegen auf die ohnehin schon spärliche Freizeit zurückgegriffen werden. Der zeitliche Aufwand in einem auch für den Amateurbereich schon sehr vollen Terminkalender schraubt sich für die Akteure weiter nach oben. Kein leichtes Los also, einen Mittelweg zu finden, auch wenn in der Rückrunde im besten Fall Surfen auf einer Erfolgswelle winkt.