Amstetten , Melk

Erstellt am 25. April 2017, 02:32

von Ingrid Vogl

Ein Sport treibt seltsame Blüten. Ingrid Vogl über den Volleyballsport in Österreich.

Volleyball ist in Österreich eine Randsportart. Daran wird sich auch nichts ändern. Wenn man die Geschehnisse der letzten Wochen betrachtet, dann braucht man sich auch nicht wundern, dass es manchen schwerfällt, diese Sportart für voll zu nehmen.

Beispiele gefällig? Nichts leichter als das. Die österreichische Bundesliga wird nächste Saison ohne Meister Tirol über die Bühne gehen. Das beste Team des Landes zieht offenbar eine bessere Liga im Ausland vor. Als offizielle Begründung schiebt man aber vor, dass der Sponsor der Liga nicht mit dem des Vereins vereinbar sei.

In Niederösterreich werden Reglements erlassen, die selbst den renommierten Vereinen nicht bekannt sein dürften. Aus einem 3:0-Erfolg des VCA im NÖ Cup-Semifinale wurde daher ein 3:0-Sieg für den Gegner. Grund für die Strafverifizierung: Die Amstettner hätten das Reglement missachtet und zu viele Bundesligaspieler eingesetzt.

Dass der selbe Fehler bei den Melker Damen passierte, die zudem noch zwei Legionäre zum Einsatz brachten, spricht nicht gerade von großer Bekanntheit des Regelwerks. Disqualifiziert wurden die Melkerinnen zumindest offiziell nicht. Sie zogen ihre Teilnahme am Cup-Finale zurück und wurden dafür noch mit einem Fairnesspreis bedacht. Verrückte Volleyballwelt....