Erstellt am 21. März 2017, 05:14

von Ingrid Vogl

Erschwerte Bedingungen. Ingrid Vogl über den harten Winter von Skater Christian Kromoser.

Inlinespeedskating ist eine faszinierende Sportart. Dass sie in Österreich dennoch nur ein Schattendasein fristet, hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es im gesamten Bundesgebiet nur zwei wettkampftaugliche Bahnen. Zum anderen sorgen Österreichs klimatische Bedingungen in der wettkampffreien Zeit für erschwerte Trainingsbedingungen. Vor allem in einem Winter wie dem heurigen.

So viel Schnee wie schon lange nicht mehr und ungewohnt lange Kälteperioden mit Minusgraden im zweistelligen Bereich sind der Feind jedes Inlineskaters. Das musste auch der Waidhofner Christian Kromoser zähneknirschend zur Kenntnis nehmen und in den Wintermonaten zu neuen Trainingsformen greifen.

Beim Bahnradfahren trainierte er in skateähnlichen Wettkampfformaten die Renngeschwindigkeit, beim Eisschnelllaufen die Skatetechnik. Highspeed-Bergabpassagen mit Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h lassen sich auf der zugefrorenen Donau aber nicht simulieren. Und dieser Highspeed fehlte Kromoser bei seinem Saisonauftakt in Spanien. Dass er in einem starken Starterfeld dennoch unter die Top Ten fuhr, zeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Erst recht bei optimalen Trainingsbedingungen.