Amstetten

Erstellt am 23. August 2016, 03:26

von Ingrid Vogl

Hilfreich, aber wohl umstritten. Ingrid Vogl über die Spielgemeinschaft des VCA mit den hotVolleys.

Vor acht Jahren wechselte Micha Henschke von den hotVolleys nach Amstetten und zog sich mit seinem Weggang aus Wien den Unmut von hotVolleys-Chef Peter Kleinmann zu. Der Disput zwischen den beiden endete sogar vor dem Arbeitsgericht.

Dass nun gerade der VCA mit einer Spielgemeinschaft zum Retter der hotVolleys-Akademie wird, hielten viele daher beim Auftauchen der ersten Gerüchte für einen schlechten Scherz.

Nun ist aus dem Scherz Ernst geworden und auf der Homepage des österreichischen Volleyballverbandes scheint unter den Teams der 1. Bundesliga tatsächlich der sperrige Name SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys auf. Bei näherer Betrachtung ein kluger Schachzug des VCA-Sportdirektors, der weiß, dass er mit seinem Budget keine großen Sprünge machen kann.

Wenn man sich wie jetzt die Ablösesumme für einen hotVolleys-Spieler sparen kann, dann ist das schon viel wert. Und die Spielgemeinschaft ist ja streng genommen sowieso nur eine halbe SG, denn sie gilt nur für die erste Mannschaft. Man zerstört sich durch sie also nicht die gut funktionierende Kooperation mit Waidhofen im Nachwuchsbereich.

Dass diese Art von Spielgemeinschaft rechtens ist, hat man prüfen lassen. Ob sie bei den anderen gut ankommt, ist aber eine andere Geschichte.