Amstetten

Erstellt am 02. August 2016, 03:44

von Ingrid Vogl

Qualitätsbeweis & Armutszeugnis. Ingrid Vogl über die Leichtathletik-Staatsmeisterschaft.

Kleine Starterfelder, nicht immer berauschende Siegerleistungen und eine nach unten zeigende Formkurve ehemaliger Aushängeschilder wie Andreas Vojta oder Beate Schrott. So lässt sich die Leichtathletik-Staatsmeisterschaft vom vergangenen Wochenende in wenigen Worten zusammenfassen.

Klein – nämlich drei Mann hoch – war auch die Abordnung, die der LCA Umdasch Amstetten bei diesen Titelkämpfen stellte. Alle drei schafften das Limit für die Staatsmeisterschaft im nächsten Jahr.

Mit Hammerwerfer Michael Hofer landete einer des Trios in den Medaillenrängen. Und das nicht zum ersten Mal. Bei seiner 25. Staatsmeisterschaft eroberte Hofer seine 17. Medaille. Mit einer Leistung, die ihn nicht zufriedenstellte und die auch nicht immer für Edelmetall gereicht hätte.

Dass Hofer als 45-Jähriger trotz suboptimaler Leistung noch immer vorne mitmischt, lässt einige Interpretationen zu. Zum einen ist es ein Qualitätsbeweis für das über die Jahre konstante Leistungsniveau des Amstettners. Zum anderen aber auch ein deutliches Indiz dafür, dass die Dichte fehlt. Vor allem ist es aber eines: Kein Qualitätsbeweis für die österreichische Leichtathletik an sich.