Amstetten

Erstellt am 16. Mai 2017, 02:36

von Ingrid Vogl

Sport rückt in den Hintergrund. Ingrid Vogl über den gescheiterten Putschversuch im Volleyball.

Angekündigte Revolutionen finden selten statt. Auch nicht im Volleyball. Das steht seit vergangenem Freitag fest. NÖVV-Präsident Thomas Mayer scheiterte nämlich bereits zum zweiten Mal mit seinem Vorhaben, den ÖVV-Vorstand rund um Präsident Peter Kleinmann zu stürzen.

Im Vorjahr fiel das Votum der Landespräsidenten noch eindeutig für Kleinmann aus. Heuer sickerte am Tag vor der außerordentlichen Generalversammlung durch, dass man mit 5:4 gegen Kleinmann votieren werde. Dass es nicht so kam, lag letztendlich an einer nicht ordnungsgemäßen Vollmacht, mit der der burgenländische Präsident seinen Vertreter ausgestattet hatte.

Recht viel peinlicher geht es eigentlich nicht. Dieses Versäumnis ist aber bezeichnend dafür, wie unprofessionell im Volleyballverband oft gearbeitet wird. Persönliche Animositäten dürften da momentan sowieso eine wesentlich größere Rolle spielen als das sportliche Geschehen.

Hier gäbe es im Moment aber genug zu tun, stehen mit der Weltliga in Linz, der U22-Beach-EM in Baden und der Beach-WM in Wien ja drei Großereignisse ins Haus. Wer da nur Misstrauensanträge und verbandsinterne Streitereien im Kopf hat, dem kann der Sport nicht wahnsinnig viel bedeuten. Als Funktionär ist man dann aber ziemlich fehl am Platz.