Erstellt am 16. Februar 2016, 03:44

von Ingrid Vogl

Stadtlauf hat sich totgelaufen. Ingrid Vogl über das Ende des Amstettner Stadtlaufes.

Ingrid Vogl über das Ende des Amstettner Stadtlaufes. Ständig sinkende Starterzahlen während andere Laufveranstalter in der Region über neue Teilnehmerrekorde jubeln. Das kennzeichnete den Amstettner Stadtlauf in den vergangenen Jahren. Damit ist nun Schluss. Aber nicht deshalb, weil man mit neuen Ideen noch einmal neu durchstartet, sondern weil man die Veranstaltung nach 32 Jahren endgültig sterben lässt.

Schade. Und für eine Sportstadt wie Amstetten eine äußerst traurige Entwicklung. Überraschend kommt diese aber nicht. Wenn man Werbung für seinen Bewerb nicht für notwendig erachtet und Ausschreibungen – wenn überhaupt – erst wenige Tage vor der Veranstaltung in Umlauf bringt, braucht sich niemand wundern, dass die Läufer ausbleiben und die heimische Wirtschaft keine großen Summen in den Lauf investieren möchte.

Wer die Athleten für ihr Startgeld mit trockenem Brot und ein paar Bananen beim Finisher-Buffet abspeisen möchte, der hat sich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Läufer wohl auch nicht sehr intensiv auseinandergesetzt. Teilnehmerrekorde erzielt man so sicher keine.

Aber warum gibt es die anderswo? Weil manche Veranstalter Herzblut in ihre Veranstaltungen stecken und diese nicht nur als Mittel zum Zweck sehen, um die Vereinskasse ein wenig aufzubessern.