Erstellt am 28. September 2015, 09:44

von Hermann Knapp

Zwei Lager in Amstetten. Hermann Knapp über die Flüchtlingsdebatte in Mauer und Waldheim.

Die Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen hat zwei Lager geschaffen, wie der Infoabend in Mauer zeigte, wo sich hauptsächlich Kritiker zu Wort meldeten – im Gegensatz zur Veranstaltung zwei Wochen zuvor in Amstetten, wo die Hilfsbereitschaft überwog. Erschreckend war in Mauer der Hass in manchen Aussagen.



Die Situation ist ohne Frage schwierig und die Politik hat auf europäischer und nationaler Ebene Fehler gemacht – aber dafür können die Flüchtlinge, die nach Mauer und Waldheim kommen, nichts. Sie sind keine IS-Kämpfer, keine Kinderschänder und keine Verbrecher. Denn wer einen Asylantrag stellt, wird natürlich überprüft.

Außer Streit steht, dass Flüchtlinge die bleiben wollen, unsere Werte, unsere gesellschaftlichen Regeln und unsere Gesetze respektieren müssen. Dass sie dazu auch bereit sind, zeigt das Beispiel des Arztes Osama Abo Rshdan. Er kam vor einem Jahr nach Österreich und arbeitet nun im Spital. In Mauer stellte er sich mutig der Menge und bedankte sich für die Aufnahme: „Ich bin froh, ein Teil Amstettens zu sein!“