Erstellt am 02. November 2015, 08:14

von Hermann Knapp

Konkurs trifft oft Einzelunternehmer. Zahl der Insolvenzen ist gegenüber dem Vorjahr um 26,9 Prozent gestiegen.

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Der Österreichische Verband Creditreform hat in der Vorwoche die neuesten Insolvenzdaten präsentiert. Der Bezirk Amstetten weist da in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bei Firmenpleiten eine Steigerung von 26,9 Prozent auf – von 25 auf 33 Konkursfälle.

Diese Zunahme betrifft aber ausschließlich Einmann-Unternehmen. „Denn die Zahl der Firmeninsolvenzen mit Beschäftigten ist mit 17 genau gleich geblieben“, berichtet Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Robert Schuster. Es sind heuer bei diesen 17 aber mehr Dienstnehmer betroffen, als im Vorjahr. Da waren es 121, heuer sind es 146. Rund eine Millionen Euro holt die Arbeiterkammer durchschnittlich pro Jahr für Dienstnehmer von insolventen Firmen heraus.

Zahl der Privatkonkurse gleichgeblieben

Für Wirtschaftskammerobmann Reinhard Mösl bewegt sich die Insolvenzrate im Bezirk im Schnitt der letzten Jahre, der zwischen 30 und 40 Firmen lag. Dass die Zahl der insolventen Einzelunternehmen steige, liege auch daran, dass es davon inzwischen sehr viele im Bezirk gibt. „Rund 60 Prozent aller registrierten Firmen sind Einzelunternehmen.“ Trotz Startberatung und diversen Bildungspaketen schafften es leider immer wieder einige davon nicht, am Markt dauerhaft Fuß zu fassen.

Die Zahl der Privatkonkurse im Bezirk ist praktisch gleichgeblieben. Im Vorjahr waren es in den ersten drei Quartalen 32, heuer sind es bislang 31.