Amstetten

Erstellt am 18. Juli 2017, 04:06

von Hermann Knapp

Ast gebrochen: Stadt prüft die alten Bäume. Jahnstraße, Verkehrspark und auch der Schulpark werden genau unter die Lupe genommen. Probleme auch in Forstheide.

In der Nacht auf den 10. Juli ist in der Jahnstraße ein großer Ast einer Akazie abgebrochen. Zu Schaden kam zum Glück niemand. Die Stadt lässt jetzt aber die alten Bäume auf ihren Zustand untersuchen. Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder (r.) und Dieter Stadlbauer vom städtischen Bauamt beim Lokalaugenschein.  |  Stadtgemeinde Amstetten

Ein großer Ast einer Akazie ist in der Jahnstraße in der Nacht auf den 10. Juli plötzlich abgebrochen. „Wir haben in diesem Bereich einfach einen alternden Baumbestand. Das war ein deutliches Warnzeichen“, sagt Dieter Stadlbauer vom städtischen Bauamt.

Firma wird Bäume unter die Lupe nehmen

Zu Schaden kam zum Glück niemand. Wäre der Ast untertags gebrochen, hätte das aber durchaus der Fall sein können.

Die Stadt reagiert natürlich rasch auf den Vorfall: In der Zeit von 17. bis 21. Juli wird ein Team der Wiener Firma Vlasitz & Zodl, das auf Baumkontrollen spezialisiert ist, alle Bäume in der Jahnstraße und im Verkehrspark unter die Lupe nehmen. Kontrolliert werden aber auch die Stämme im Schulpark, denn dort ist (bei der Rathausstraße) ja schon im Juni ein Ast herunter gekracht und hat ein Auto getroffen.

„Die Sicherheit der Bevölkerung steht für uns an erster Stelle und muss gewährleistet sein“, sind sich Bürgermeisterin Ursula Puchebner und auch Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder einig. „Wir wollen daher nun ein Konzept erarbeiten, in dem genau festgelegt wird, wo und in welchem Umfang schadhafte Bäume entnommen werden müssen.“

Eschensterben ist auch eine Gefahrenquelle

Ein hohes Sicherheitsrisiko stellen ( die NÖN berichtete bereits ) auch die Eschen in der Forstheide dar. Die Stadt wird daher einige Gehwege für einen Zeitraum von rund vier Monaten sperren.

„Die erkrankten Bäume werden, zur Sicherheit der Erholungssuchenden, entnommen. Nach Abschluss der Arbeiten können die Wege wieder zur Benutzung freigegeben werden“, erklärt Puchebner. Den Eschen setzt eine Pilzerkrankung zu, die sie innerlich verfaulen und dann oft ohne Vorwarnung umstürzen lässt. Betroffen ist in der Forstheide vor allem der Bereich der Meerwiese.

Genau dort sind aber auch die Tage der Fichtenbestände gezählt. Die Trockenheit und der Borkenkäfer machen den Bäumen zunehmend den Garaus. „Es bleibt uns nichts übrig, als die kaputten Fichten in absehbarer Zeit zu entnehmen“, bittet Umweltstadtrat Hörlezeder die Bürger um Verständnis für die geplanten Schlägerungen. Auch das sei der Sicherheit der Erholungssuchenden geschuldet.