Erstellt am 02. Dezember 2015, 11:59

Kosten…. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

 |  NOEN, Ninnika
Im Juni dieses Jahres hatte ich gemeinsam mit meiner guten Freundin Leni über die Möglichkeiten eines Auslands-Semesters in einer US-High-School gegrübelt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns alle möglichen Gründe überlegt, mit denen wir unsere Eltern überzeugen konnten, dass so ein befristeter Auslandsaufenthalt sehr sinnvoll ist.

Ein schlagkräftiger Punkt nach meinem Gefühl war, dass ich meinen Eltern gesagt habe (um meinen Wunsch und meine Ernsthaftigkeit noch deutlicher zu machen), dass ich einen großen Teil der Kosten selbst übernehmen werde. Wie ich das machen wollte, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar. Nachdem mein Vater meinte, dass wir uns über alle offenen Punkte informieren sollen, war ich total begeistert, weil das weit von einem ‚Nein‘ entfernt war!

x  |  NOEN, privat


Natürlich machte ich mir auch einen „Finanzierungsplan“, wie ich noch in diesem Sommer mir Geld für mein Vorhaben verdienen kann. Ganz oben auf dieser Liste standen  Klassiker wie Baby-Sitting,  Einkäufe für ältere Menschen machen, Dienste für Gartenarbeiten anbieten, Rasen mähen bei Nachbarn, Brennholz schlichten, Fenster putzen usw. Ich habe gemeinsam mit meiner Mutter einen Postwurf-Zettel entworfen, auf welchem ich obige  Dienste angeboten habe.

Darauf stand auch, dass ich mir damit einen Kostenanteil für meinen USA-Aufenthalt selbst erarbeiten möchte. Diesen Zettel habe ich kopiert und in der Nachbarschaft  in die Briefkästen geworfen. Bei Personen, welche ich bereits kannte, habe ich diese natürlich direkt angesprochen. Die Reaktionen auf die Flyer waren recht unterschiedlich, aber die Aktion hat sich letztendlich gelohnt.

Darüber hinaus habe ich mit einigen Kindern aus der Verwandtschaft ‚Alice im Wunderland‘ einstudiert und vor der Großfamilie dann aufgeführt. Es war ein toller Erfolg und hat auch mehr Spaß als das Brennholz-Schlichten gemacht. Aber die anstrengende Holz-Aktion hat deutlich mehr Geld eingebracht. Im Großen und Ganzen war ich mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Vor allem über  den  Extra-Bonus von Renate, einer ganz lieben Freundin meines Vaters, habe ich mich gefreut. Sie hat mich auch während  der Sommerferien immer motiviert und mit Marillenknödeln verwöhnt.

Was ich bei meinen Aktivitäten zum Geld verdienen gelernt habe? Je früher man mit kleinen Arbeiten beginnt, desto mehr kommt dabei raus. Viele Kleinbeträge ergeben bald größere Summen. Es ist ein tolles Gefühl, für gute Leistung mit Geld  belohnt zu werden. Bei Geldangelegenheiten ist es oft schwer, Entscheidungen zu treffen. Für mich ist es wichtig, dass es bei meiner Bank jemand gibt, den man kennt, der den Durchblick hat, den ich fragen kann und der mir weiterhilft. Ich habe sogar zwei davon: Bei ‚meiner Bank‘ heißen sie Lukas und Manuel. Beide haben mir schon bei vielen Unklarheiten wichtige Tipps gegeben. Gerade bei einem Auslands-Aufenthalt über mehrere Monate ist es wichtig, gut beraten zu werden.