Amstetten

Erstellt am 20. März 2017, 09:07

von Hermann Knapp

Zahl der Einbrüche sinkt im Bezirk Amstetten. Im Vorjahr wurden 132 Wohnungen und Häuser von Ganoven heimgesucht. Das sind um 6,2 Prozent weniger als 2015. Gewaltdelikte und Cyberkriminalität steigen.

NÖN/BVZ

Licht und Schatten bei der Kriminalstatistik des Jahres 2016: Die Zahl der angezeigten Delikte ist zwar gestiegen, jene der Einbrüche aber gesunken. „Wir hatten bei den Einbruchsdiebstählen einen Rückgang von 2,7 Prozent (von 671 auf 653 Delikte) die Wohnhaus- und Wohnungseinbrüche sind sogar um 6,4 Prozent gesungen - von 141 auf 132 Delikte“, sagt Chefinspektor Ferdinand Humpl.

Der Zuwachs der angezeigten Delikte resultiert aus einem Anstieg der Cyber-Kriminalität im Bezirk. Immer wieder fallen Menschen auf Betrügereien im Internet herein – trotz aller diesbezüglichen Warnungen. Zugenommen haben auch die Fahrraddiebstähle und die Gewaltdelikte (leichte und schwere Körperverletzungen.)

Aufklärungsqoute leicht gestiegen

Gestiegen ist im Bezirk im Vorjahr auch die Aufklärungsqoute von 49 auf 50,8 Prozent. Sie liegt damit auch über dem NÖ-Schnitt. Einen enormen Anstieg von angezeigten Delikten weist die Kriminalstatistik für Waidhofen an der Ybbs aus – nämlich um 37 Prozent.

Doch die nackten Zahlen täuschen: „Denn da haben wir einen Stalkingfall, der sich über einen längeren Zeitraum dahinzog und im Jahr 2016 vorläufig abgeschlossen wurde. Jedes einzelne derartige Mail zählt da als eigener Delikt und da sind auch welche aus dem Jahr 2015 dabei“, erklärt Humpl.

Die Aufklärungsquote liegt im Raum Waidhofen bei 61,7 Prozent, das bedeutet einen leichten Anstieg von 0,7 Prozent.

Präventionsveranstaltungen geplant

Im Jahr 2017 will sich die Polizei der Bekämpfung der Eigentums- und der Schlepperkriminalität widmen – auch durch Schwerpunktaktionen entlang der Hauptverkehrsrouten. „Wir werden außerdem Präventionsveranstaltungen zum Schutz des Eigentums sowie zu den Themen Cyber-Kriminalität und Gewalt durchführen“, sagt Humpl.