Erstellt am 04. September 2015, 05:42

von Hermann Knapp

Läufer: „Bin für Leinenpflicht“. Läufer fühlt sich von freilaufenden Hunden gestört. Laut Gesetz dürfen sie das dort aber, wenn der Besitzer in Rufweite ist.

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In der Forstheide bei Greinsfurth sind viele Läufer unterwegs, aber auch Spaziergänger mit ihren Hunden. Und da kommt es immer wieder zu unliebsamen Begegnungen.

„Leider ist aber noch nichts passiert!“

„Es ist mir schon öfters passiert, dass plötzlich ein Hund angelaufen kam, von seinem Besitzer aber weit und breit nichts zu sehen war. Das ist dann sehr unangenehm, denn man weiß ja nicht, wie das Tier auf einen Läufer reagieren wird“, sagt der Amstettner Rudolf Langthaler und ist sich sicher, dass es auch anderen Joggern so geht.

Er spricht sich dafür aus, dass bei der Forstheide Schilder aufgestellt werden, die Hundebesitzer anweisen, ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. „Ich habe diesbezüglich auch schon bei den Stadtverantwortlichen vorgesprochen. Leider ist aber noch nichts passiert!“ Langthaler vermutet, dass auch Jäger mit freilaufenden Hunden im Wald keine Freude haben.

Ebner appelliert an die Hundebesitzer

Ortsvorsteher Anton Ebner betont, dass es gesetzlich nicht möglich sei, in der Forstheide eine Leinenpflicht für Hunde zu verordnen. „Denn diese ist nur für verbaute Gebiete vorgesehen.“

Allerdings sage das Gesetz auch, dass der Besitzer immer in Rufweite seines Tieres sein müsse, um es gegebenenfalls zurückrufen zu können. „Und das ist leider auch nicht immer der Fall. Ich appelliere daher an die Hundebesitzer, sich wirklich an diese Verordnung zu halten“, sagt der SP-Politiker.

Für seinen Parteikollegen Sportstadtrat Michael Wiesner sind frei laufende Hunde in der Forstheide kein Problem. „Dort ist der Ort, wo sie das dürfen. Aber natürlich obliegt es der Sorgfaltspflicht der Besitzer, dafür zu sorgen, dass Läufer und Spaziergänger von den Tieren nicht belästigt werden.“