Erstellt am 28. November 2014, 12:29

Bestmögliche Betreuung. Licht ins Dunkel und die NÖN bitten um Spenden für die neuen Werkstätten im Karl-Ryker-Dorf Sollenau.

 |  NOEN, Wodicka
Vor 47 Jahren wurde in Sollenau im Bezirk Wiener Neustadt das Karl-Ryker-Dorf als eine der ersten Einrichtungen für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen errichtet. Wie in einem Dorf sind dort auch verschiedene Gebäude, wie Wohnungen und sogar eine Kirche zu finden. 240 Klienten sind momentan beschäftigt, 180 davon wohnen am Standort.

Bestmögliche Betreuung ist das Ziel

Christian Albert, Geschäftsführer der Lebenshilfe Niederösterreich, erklärt: „Die Gebäude sind nach gut fünfzig Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Daher ist nun geplant, die Werkstätten sukzessive zu ersetzen.“

Er betont, wie wichtig es ist, das Karl-Ryker-Dorf zu erhalten, allerdings würden die Gebäude nicht mehr dem aktuellen Wissensstand aufweisen, um Menschen mit besonderen Bedürfnissen bestmögliche Betreuung zu bieten und zu ermöglichen.

Projekt wird über mehrere Jahre gehen

„Wichtig ist auch, dass wir die Neubauten nach den Richtlinien der UN Behindertenrechtskomission errichten – das muss unbedingt in die Planung miteinfließen“, so Albert weiter, „im Zuge dessen wird außerdem darüber diskutiert, dass sich nach dem Umbau einige Arbeitsplätze außerhalb des Dorfes befinden sollen.“ Er bezeichnet den Neubau als „einen sehr langen Veränderungsprozess, bei dem man sich wirklich intensiv mit allem auseinandersetzen muss“.

2015 sollen die ersten Arbeiten beginnen, allerdings werde das Projekt sicher über mehrere Jahre gehen, meint Albert. „Die Dauer ist noch nicht fix. Sieben Millionen Euro Kosten ist schon eine Riesen-Investition.“ Noch wird an den Plänen gefeilt.