Erstellt am 28. November 2014, 12:08

In Arbeitswelt Fuß fassen. Licht ins Dunkel und die NÖN bitten um Spenden für den Neubau der Recycling Werkstatt Zwettl.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Vor mittlerweile 13 Jahren richtete die Caritas in der ehemaligen Brennerei in Zwettl eine Recycling-Werkstatt ein – damals ein Pilotprojekt in Niederösterreich. Heute sind in dieser Werkstatt, die wie ein moderner Industriebetrieb geführt wird, 20 Mitarbeiter mit Behinderung mit der Verwertung von Materialien aus der Textilindustrie beschäftigt.

Die Mitarbeiter, die von einem dreiköpfigen Team betreut werden, lösen Restgarn von Kunststoff- bzw. Kartonspulen und trennen diese beiden wertvollen Stoffe für die Wiederverwertung. Beliefert werden Autozulieferfirmen. Jährlich können in Zwettl 100 Lkw-Sattelzüge abgefertigt werden.

"Mitarbeiter sollen ihre Stärken nutzen"

Ziel des Projektes ist es, dass Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsmarkt Fuß fassen können. „Wir suchen nicht nach Defiziten, sondern unsere Mitarbeiter sollen Fertigkeiten erwerben und vertiefen können, ihre Fähigkeiten und Stärken nutzen“, erklärt der Leiter der Recycling Werkstatt Zwettl, Eduard Stern, der auch jene in Vitis leitet, die 2005 eröffnet wurde.

Nachdem sowohl die Größe als auch der Aufbau der Räumlichkeiten in der alten Brennerei den Anforderungen nicht mehr genügten und auch die Nachfrage nach weiteren Arbeitsplätzen steigt, wurde auf dem Areal nach mehr als einjähriger, intensiver Planungsphase ein zweites Gebäude errichtet.

Auf rund 1.000 Quadratmetern entstanden mit einem Kostenaufwand von 1,5 Millionen Euro neue Werk- und Sozialräume. Bis zu 35 Menschen mit Behinderung sollen dort einen Tätigkeitsbereich finden. Das bisherige Gebäude wird künftig nur noch als Lager genutzt.