Erstellt am 28. November 2014, 12:39

Soforthilfe im Land – dank der NÖN-Leser. Caritas Niederösterreich: Eine alleinerziehende Mutter braucht Unterstützung.

 |  NOEN, Wodicka
Heute hat der Briefträger schon wieder eine Stromrechnung gebracht. Es ist bereits die dritte Mahnung. Trotzdem atmet Lena erleichtert auf. Die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern hat in den vergangenen Monaten durch Überstunden etwas angespart.

Während die siebenjährige Tanja in der Volksschule ist und der vierjährige Florian in den Kindergarten geht, kann Lena als Friseurin arbeiten. „Froh bin ich über die Tagesmutter“, sagt Lena. „Sie kostet zwar auch Geld, aber ich kann jetzt auch an zwei Nachmittagen arbeiten.“ Lena ist froh, dass sie nun den Strom bezahlen kann.

Am nächsten Morgen streikt ihr altes Auto. Die Kinder fahren täglich mit dem Kindergarten- und Schulbus. Aber als Friseurin braucht Lena ein Auto. Sonst kommt sie von der kleinen Ortschaft im Mostviertel nicht an ihren Arbeitsplatz. Ein neues Auto kann sie sich nicht leisten, auch kein gebrauchtes. Sie muss den Wagen reparieren lassen und auf das für den Strom angesparte Geld zurückgreifen.

Caritas und Licht ins Dunkel unterstützen Mutter Lena

Wenige Tage später steht ein freundlicher Herr vor der Türe und erklärt ihr, dass in zwei Wochen der Strom abgeschaltet wird, da sie trotz Mahnungen die Rechnung nicht bezahlt hat.

In ihrer Verzweiflung wendet sich Lena an die Caritas in Amstetten. In einem persönlichen Gespräch mit der Mitarbeiterin der Caritas Sozialberatung.Nothilfe wird die Familien- und Finanzsituation besprochen. Die Caritas übernimmt aus Spendenmitteln die offene Stromrechnung.

„Erst danach konnten wir mit der Frau, die seit drei Jahren geschieden ist, in Ruhe über die Zukunft reden“, sagt die Sozialberaterin. Wenn nicht wieder ein unerwarteter Schadensfall auftritt, schafft es Lena, dass sie ohne fremde Hilfe über die Runden kommt, ist die Caritas Mitarbeiterin überzeugt.

Morbus Crohn-Kranke Gabriele dankbar für Soforthilfe

Gabriele ist 36 Jahre alt als die Diagnose Morbus Crohn erhält. Morbus Crohn ist eine chronische, zumeist schubweise auftretende Entzündung des Verdauungstraktes. Die alleinerziehende Mutter arbeitet damals als Köchin in einem Gasthaus.

Heute, fünf Jahre später, ist Gabriele wegen ihrer Krankheit arbeitslos. Tochter Helene besucht die 4. Klasse Volksschule. „Wie wir in den vergangenen Jahren finanziell über die Runden gekommen sind“, ist für Gabriele wie ein Rätsel. „Ich weiß es nicht“, sagt sie. Drei Operationen, mehrere zusätzliche Krankhausaufenthalte, unzählige Arztbesuche und einige Termine bei Heilpraktikern haben auch Geld gekostet. Geld, das Gabriele und Tochter Helene nicht haben.

In der Wohnung ist Gabriele immer öfter auf fremde Hilfe angewiesen. Besonders in den Phasen der Krankheitsschübe, die bei ihr meist zwei bis drei Wochen dauern. Mit Arbeitslosen- und Pflegegeld kann Gabriele die Lebenshaltungskosten decken. Ansparen kann sie kaum etwas. Bei den zusätzlichen Therapiekosten helfen ihr die Eltern.

Gabriele ist in Wien bei einer Spezialistin in Behandlung. Nicht alle Kosten übernimmt die Krankenkasse. Gabriele ist überzeugt, dass ihr die Therapie gut tut und den Krankheitsverlauf zumindest einbremst.

Eine große Belastung ist für Gabriele, dass ihre Tochter nicht an teuren Schulveranstaltungen teilnehmen kann. Die Haushaltskasse ist leer. Daher hat Gabriele für ihre Tochter bei der Caritas um Hilfe gebeten. Die Caritas Sozialberatung Nothilfe hat die 280 Euro für die Schulprojektwoche übernommen. Helene ist überglücklich, dass sie mit ihren Schulfreundinnen an der Woche in Salzburg teilnehmen kann.