Mauer

Erstellt am 03. Januar 2018, 10:24

von Peter Führer

Heftige Kritik der Situation der Flüchtlingsunterkunft. Heftige Kritik hagelt es von der FPÖ Amstetten nach einer Besichtigung an der Situation bei der nun leer stehenden Flüchtlingsunterkunft in Mauer.

Glasfront  |  privat

Medikamente  |  privat

Vor Ort habe man zahlreiche unversperrte Container  vorgefunden, die Einrichtung sei zerstört, auch Müll finde sich überall. „Es kann nicht sein, dass man so mit den damals neu angeschafften Möbeln und Geräten, wie etwa Öfen und Waschmaschinen, die man noch verwenden könnte, umgeht. Die Container müssen unverzüglich versperrt werden. Außerdem finden sich auch zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente in den Containern, die von Kindern problemlos erreicht werden könnten“, kritisiert Gemeinderat Manuel Dorner. „Es ist ein Saustall und eine Steuermittelverschwendung. Da stellt sich mir schon die Frage, inwieweit die Integration da gelungen ist“, ergänzt FP-Stadtrat Bruno Weber. Man habe den Sachverhalt bereits bei der Polizei Ulmerfeld-Hausmening  zur Anzeige gebracht.

Ebner  |  FPÖ Amstetten

Mit den Vorwürfen konfrontiert betont Mauers Ortsvorsteher Anton Ebner, dass die Container nicht im Besitz der Stadt Amstetten, sondern des Landes Niederösterreich seien. Auf die Fotos angesprochen erklärt Ebner: „Das Glashaus wurde innerhalb von zwei Jahren von Kindern mit Schottersteinen kaputt gemacht. Da das Landesklinikum als Grundeigentümer gesagt hat, dass man das sowieso wegreißen wird, hat man das nicht repariert. Es liegt eine Matratze neben einem Müllcontainer, das ist keine Bosheitsaktion. Prinzipiell sind die Container eine Angelegenheit des Landes Niederösterreich, ich verstehe aber die ganze Aufregung nicht.“

Christian Kogler  |  FPÖ Amstetten

Am Mittwoch kam es vormittags zu einer Begehung mit Vertretern des Betreibers SLC Europe und des Landes Niederösterreich. „Wir als Betreiber sind dazu verpflichtet, alles zu räumen und zu reinigen. Das werden wir bis Ende Februar auch erledigt haben. Auffälligkeiten sehen wir eigentlich keine, aber natürlich kann es zu Vandalismus kommen, wenn so wie jetzt keiner mehr vor Ort wohnt. Die einzige Verfehlung war vielleicht, dass ein Mitarbeiter die Container offen gesperrt gelassen hat.

Ich denke aber, dass das in guter Absicht gemacht wurde, um zu zeigen, dass sich nichts mehr in den Containern befindet“, berichtet Christian Kogler, Geschäftsleiter von SLC Europe. Als Sofortmaßnahme habe man die Container nun versperrt, die erwähnten Medikamente habe er nicht gesehen. Die fotographierten Matratzen hätte man wieder in den Sperrmüllcontainer geworfen. „Das war eine Arbeit auf eine Minute. Ich finde es aber schon interessant, dass Mandatare einfach auf einen Privatgrund gehen. Ich würde nirgends reingehen, wenn mir das nicht gehört“, unterstreicht Kogler.