Erstellt am 28. Februar 2016, 05:49

von Daniela Rittmannsberger

Messe zum Down-Syndrom-Tag soll aufrütteln. Maria Schirghuber organisiert zum zweiten Mal eine Messe anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages im Stift Seitenstetten.

Maria Schirghuber organisiert am Welt Down Syndrom Tag wieder eine eigene Messe. Am Bild mit Sohn Tobias bei der letzten Messe.Foto: privat  |  NOEN, privat

Sie hat es sich vor zwei Jahren zur Aufgabe gemacht, den Welttag des Down Syndroms im März nicht einfach vorübergehen zu lassen, sondern etwas zu organisieren: Maria Schirghuber, selbst Mutter eines neunjährigen Sohnes, der das Down Syndrom hat, setzte ihr Vorhaben in die Tat um und veranstaltete im Vorjahr zum ersten Mal eine Messe im Stift Seitenstetten, die sich rund um das Thema drehte.

Reinerlös geht an Therapiezentrum

„Ich wollte einfach die Kinder in den Vordergrund stellen und auf die Menschen mit einer Beeinträchtigung aufmerksam machen“, erzählt sie. Sie habe es selbst schon oft zu spüren bekommen, dass das Down Syndrom in der Gesellschaft längst noch nicht als normal angesehen wird. „Diese Menschen werden oft als Schwerstbehinderte angesehen. Dabei lässt sich gerade mit Down Syndrom- Kindern viel erreichen.“

Schirghuber gestaltete jedes noch so kleine Detail rund um das Thema der Messe, schrieb eigene Fürbitten, organisierte Kuchen und Kaffee für ein gemütliches Beisammensein nach der Messe und gestaltete Plakate.

Und ihr Engagement machte sich bezahlt: Sehr viele Menschen nahmen an der Messe teil und erinnern sich auch jetzt, ein Jahr später, noch an dieses gelungene Beisammensein. „Ich bin an der Kirchentür gestanden und habe alle begrüßt. Das haben sie sich gemerkt.“ Als die Wolfsbacherin anklingen ließ, dass sie die Messe heuer wieder veranstaltet, bekam sie nur positives Feedback und Zusagen.

Die zweite Messe im Zeichen des Down-Syndroms findet am 6. März um 10 Uhr im Stift Seitenstetten statt. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst vom Jugendblasorchester Wolfsbach; die Kinder selbst werden auch miteingebunden. Der Reinerlös des Cafés nach der Messe wird an das Therapiezentrum in Waldhausen gespendet, das Schirghubers Sohn besucht. „Es ist einfach schön, etwas Sinnvolles zu tun. Und zu wissen, dass man damit etwas bewegt“, freut sie sich.