Erstellt am 16. September 2015, 14:55

von Leopold Kogler

"Mit ganzem Herzen". Der bekannte Sänger der Formation Adoro kehrt wieder auf die Operettenbühne zurück: In Blindenmarkt gibt Laszlo Maleczky den Oberleutnant Gustl von Laudegg.

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NÖN: Sie freuen sich nach den intensiven Adoro-Jahren auf Ihr Musiktheater-Comeback.Warum haben Sie sich für die Operette „Frühjahrsparade“ von Robert Stolz bei den Herbsttagen Blindenmarkt entschieden?
Laszlo Maleczky: Ich liebe die Operette seit meiner Zeit an der Volksoper. Und ich finde es toll, was Intendant Michael Garschall und sein Team in Blindenmarkt bewegt haben und welch wunderbare Entwicklung das genommen hat. Es ist eine schöne Gelegenheit, mich mit hervorragenden Kollegen und einem wundervollen Leading-Team wieder auf der Musiktheaterbühne zu präsentieren.

Der wahre Zauber des Musiktheaters, jenseits von Kitsch und Gefühlsduselei

Was ist für Sie Poesie und was schon Kitsch? Wird aus Humor und Spaß nicht schnell gefühlsduselige Unterhaltung?Man muss auf der Bühne bereit sein, wirklich ein Stück von sich herzugeben. Das Publikum spürt das in jedem Satz des Textes, in jedem Ton eines Liedes. Das ist ein bisserl wie eine Liebesbeziehung. Dann entsteht das, was für mich der wahre Zauber des Musiktheaters ist, jenseits von Kitsch und Gefühlsduselei.

„Wer Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden“, lautet ein Zitat auf Ihrer Homepage. Was bedeutet für Sie Glück?
Mir hat Musik immer wieder durch schwere Zeiten geholfen und gute Zeiten noch besser gemacht. Eine der schönsten Formen von Glück ist für mich, auf der Bühne zu stehen und für das Publikum zu singen. Wenn es mir dann auch noch gelingt, es mitzureißen, dann ist das Glück perfekt. Ich hoffe, das gelingt mir auch ab 2. Oktober in Blindenmarkt.

"Hier sind alle ganz besonders mit dem ganzen Herzen dabei"

Was ist für Sie das Besondere an den Herbsttagen in Blindenmarkt und was dürfen sich die Besucher erwarten?
Da muss man eine sehr große Liebe zum Theater, zur Musik und im Besonderen zur Operette haben, um so ein unglaubliches Projekt wie die „Herbsttage“ überhaupt anzufangen. Genau das ist es, was man hier spürt. Hier sind alle ganz besonders mit dem ganzen Herzen dabei, von der ersten Probe bis zur letzten Vorstellung. Und das wird man auch als Besucher sehen, hören und spüren können.