Erstellt am 11. Dezember 2015, 21:59

Montana. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

Foto: Trixi Schrey  |  NOEN, Trixi Schrey
Anfang Oktober waren meine benötigten Unterlagen bei TREFF-Sprachreisen eingelangt. Im Anschluss daran wurde ich als Kandidatin  für ein Gast-Semester sowohl von TREFF (als europäische Organisation) als auch von ISE (International Student Exchange) akzeptiert.

Meine Wunschregion war der amerikanische Westen, was ich auch im Vertrag mit TREFF angegeben hatte. Darunter hatte ich mir vor allem viel Natur vorgestellt. Eine Vielfalt von hohen Bergen, schroffen Schluchten und typisch amerikanischen Städten. Natürlich auch interessante National Parks, trockene Wüstengegenden und die großen Ebenen. Ein angenehmes mildes Klima würde mir auch gefallen.

x  |  NOEN, privat


Mein persönliches Profil wurde an die ISE-Vertretungen weitergeleitet, bei welchen die in Frage kommenden Gastfamilien auf meine Bewerbungsunterlagen Zugriff erhielten. Frau Kemle  von TREFF sagte mir, dass diese Suche nach einer Familie für mich sogar bis zwei Wochen vor meiner geplanten Abreise Mitte Jänner 2016 dauern könne. Manche Gaststudenten gingen sogar leer aus und fänden keine passende Vermittlung. Das komme aber sehr selten vor. So konnte ich mich wieder mehr um die Schule kümmern und auf Post warten.

Am 25. November auf meinem Weg nach Hause bekam ich von meiner Mama die freudige Nachricht über Whatsapp, dass sich eine Gastfamilie für mich entschieden hat. Die ersten Informationen waren uns von TREFF per Mail geschickt worden. Das junge Paar hat noch keine Kinder und lebt in Helena, der Hauptstadt des Bundesstaates Montana, mit fast 30.000 Einwohnern. Montana grenzt im Norden an Kanada und hat eine größere Fläche als Deutschland. Trotzdem leben nicht sehr viele Menschen dort. Etwas weniger als eine Millionen Amerikaner teilen sich mit Bisons, Elchen, Bären und Wölfen den drittgrößten Bundesstaat der USA. Und bald komme ich auch noch dazu.

Mir war es schon vorher bekannt, dass es dort im Winter sehr kalt werden kann (bis zu -40°C).

Dafür gibt es im Sommer aber auch warme Temperaturen bis zu 30° C. Nur drei Auto-Stunden von Helena entfernt liegt der berühmte „Yellowstone National Park“ mit seinen enormen Wasserfontänen, blubbernden Schlammlöchern, stinkenden Schwefeldämpfen und kochendheißen Quellen. Auch ein anderes Naturschutzgebiet, der „Glacier National Park“, ist sozusagen gleich um die Ecke! Bis zur kanadischen Grenze ist man von Helena aus mit dem Auto nur vier Stunden unterwegs.

Schon am 8. Januar soll ich in Helena sein, damit ich vor dem Start des amerikanischen  zweiten Semesters alle notwendigen Sachen erledigen und meine Gastfamilie mir den Staat noch ein bisschen vertraut machen kann.

Meine Eltern haben sofort mit meinen Gasteltern Kontakt aufgenommen und sind seitdem in täglicher Verbindung. Jetzt geht es in den verbleibenden Wochen darum, mich gezielt auf meine Gastheimat vorzubereiten, extra-warme Kleidung zu besorgen und fleißig  Englisch zu lernen. Die nächste große Herausforderung wartet mit der US-Botschaft auf uns.

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