Erstellt am 13. November 2015, 13:41

von APA Red

Nach Pfeil-Rätsel: Armbrust-Schütze aus Mostviertel angezeigt. Nach dem Rätselraten um einen Pfeil, der das äußere Blech einer Autotür durchschlagen hatte, wurde nun der Schütze (29) nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ angezeigt.

 |  NOEN, User/Wikimedia

Der Vorfall in Oed-Öhling (Bezirk Amstetten) hatte sich bereits am 14. September zugetragen. Das Auto einer 57-Jährigen war damals auf einem Parkplatz getroffen worden.

Die Lenkerin entdeckte laut Polizei einen 43 Zentimeter langen und sieben 7-Millimeter starken Pfeil bzw. Bolzen einer Armbrust. In der hinteren Tür des Wagens befand sich ein Einschussloch. Verletzt wurde niemand. Am Pkw entstand Sachschaden von etwa 1.500 Euro – NÖN.at hatte berichtet:

Von den ermittelnden Beamten der Polizeiinspektion Oed wurde das Landeskriminalamt NÖ eingeschaltet. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem vermutlich um einen Irrläufer bzw. einen ungezielten Schuss gehandelt hatte.

Am 7. Oktober fand dann eine 51-jährige Frau bei einem Spaziergang in Öhling einen Armbrustpfeil bzw. -bolzen auf dem Boden – hier geht's zum NÖN.at-Bericht:



Im Zuge der weiteren Erhebungen und nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wurden an der Wohnadresse eines 28-Jährigen eine Armbrust und vier Pfeile vorgefunden.

Besitzerin des Sportgeräts, das keiner waffenrechtlichen Bestimmung unterliegt, ist laut Polizei die gleichaltrige Freundin des Mannes. Ihren Angaben zufolge hätten sie, ihr Freund und ein 29-jähriger Bekannter aus dem Bezirk Amstetten gelegentlich vom Halbstock des Hauses oder vor dem Haus mit der Armbrust auf Ziele geschossen, die sie im Garten aufgestellt hätten.

Den Pfeil, der das Auto traf, hat laut der Frau der Bekannte abgefeuert, am 7. Oktober habe ihr Freund geschossen. Zum Vorfall vom 14. September wurde der 29-Jährige wegen Sachbeschädigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.